Die physische Reinheit von Gold wird in Karat angegeben und beschreibt, ebenso wie sein Feingehalt, den Anteil reinen Goldes in einer Legierung. Zertifizierungen bestätigen den exakten Goldgehalt und das Gewicht eines Goldbarrens. Doch wie steht es um die Reinheit in Bezug auf ESG-Kriterien? Sie ist einem Goldbarren nicht anzusehen. Deshalb ist es umso wichtiger, die Herkunft des Edelmetalls und die dabei angewandten ESG-Kriterien zu berücksichtigen.

Als Emittentin von Xetra-Gold® setzt die Deutsche Börse Commodities GmbH auf hohe Standards. Erklärtes Ziel ist es, sich für die stärkere Berücksichtigung von ESG-Kriterien im Goldmarkt und entlang der Wertschöpfungskette einzubringen. Eine Nachhaltigkeitsstrategie mit Schwerpunkten in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung ist in die übergreifende Geschäftsstrategie integriert.

Seit 2020 wird im Zweijahresrhythmus eine Entsprechenserklärung nach den 20 Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) in dessen Datenbank veröffentlicht. Künftig wird die Berichterstattung um Angaben nach dem freiwilligen EU-Standard zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von KMU (VSME, Voluntary ESRS for Non-listed Small- and Medium-sized Enterprises) ergänzt. Auf Grundlage der doppelten Wesentlichkeitsanalyse hat die Deutsche Börse Commodities Ziele und Maßnahmen formuliert und diese den jeweils relevanten Sustainable Development Goals (SDGs) zugeordnet.

ESG-News

20.04.2026ESG
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Urban Mining nimmt in Deutschland Fahrt auf

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23.02.2026ESG
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Ihre Meinung zu Xetra-Gold & Nachhaltigkeit

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12.12.2025ESG
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Jahresrückblick 2025: Highlights der Jugendarbeit und finanziellen Bildung

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12.09.2025ESG
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Nachhaltigkeitsbericht 2024 veröffentlicht

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10.02.2025ESG
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Gold: Recycling übertrifft Förderung um 700 Prozent

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02.09.2024ESG
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Goldgewinnung aus Elektroschrott – in Sekundenschnelle

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17.07.2024ESG
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Quo vadis, Recycling-Gold?

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21.05.2024ESG
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Goldrecycling wächst dreimal stärker als Minenproduktion

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21.09.2023ESG
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Wichtiger denn je: die Arbeit der Arche

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21.09.2023ESG
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Gold: Förderkosten so hoch wie nie zuvor

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ESG-Themen

Klima und Energie

Der Klimawandel stellt mit seinen weitreichenden Folgen für alle drei Säulen der Nachhaltigkeit eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts dar. Zu den Auswirkungen gehören die Zerstörung von Ökosystemen und der Artenvielfalt, gesundheitliche Beeinträchtigungen und eine zunehmende Rivalität um Ressourcen. Bemühungen, dem entgegenzuwirken, erfordern die gezielte Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – und das weltweit. In diesem Sinne stellt die Deutsche Börse Commodities GmbH an sich selbst sowie ihre Lieferanten und Dienstleister hohe Ansprüche.

Die Goldbarren für das physisch hinterlegte Wertpapier Xetra-Gold werden bei unserem Kooperationspartner Umicore AG & Co. KG bezogen. Die Herstellung der Barren beruht auf der Gewinnung aus Recyclingmaterialien. Beim Recycling von Altgold entsteht weniger als ein Zwanzigstel der CO₂-Emissionen, die bei der Förderung der gleichen Menge Minengold anfallen. Die Deutsche Börse Commodities unterstützt seit 2025 die gemeinnützige Organisation ForTomorrow, die Mischwälder in Deutschland aufforstet, um die CO₂-Speicherung zu erhöhen und die Biodiversität zu fördern. Die Höhe der Zuwendung orientiert sich an den ermittelten Treibhausgasemissionen des Unternehmens, die hauptsächlich beim Transport von Gold entstehen.

CO2-Kompensationszertifikat 2024

CO2-Kompensationszertifikat 2025

Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft

Die Responsible Gold Guidance der London Bullion Market Association (LBMA) verpflichtet Good-Delivery-Raffinerien zu einer risikobasierten Prüfung ihrer Goldlieferketten. Dabei sind unter anderem Umweltaspekte wie der Umgang mit Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung, Wasserressourcen sowie Schutzgebieten zu berücksichtigen. Alternativ zur Minenförderung kann Gold ohne Qualitäts- und Wertverlust durch Recycling wiederverwertet werden. Die Abhängigkeit von Minen und damit verbundene Eingriffe in die Natur können so verringert werden.

Die Minenförderung von Gold kann mit Flächenverbrauch sowie Beeinträchtigungen von Ökosystemen und Wasserressourcen verbunden sein. Zur physischen Auslieferung von Xetra-Gold® verwendet die Deutsche Börse Commodities GmbH bei ausreichender Kapazität Barren aus recyceltem Gold aus dem eigenen Wiederverwertungsprozess ihres Joint Venture-Partners Umicore AG & Co. KG. Die Goldraffinerie erfüllt strenge Richtlinien und Gesetze wie die Vorgaben der EU-Konfliktmineralienverordnung (EU) 2017/821 sowie die OECD-Leitlinien für die Sorgfaltspflicht in Lieferketten aus Konflikt- und Hochrisikogebieten. Sie gewinnt aus einer Vielzahl industrieller Rückstände und Altprodukte wertvolle Metalle zurück und führt sie dem Produktionskreislauf wieder zu. 

Für den Bedarf, der auf diese Weise nicht gedeckt werden kann, werden Metalllieferungen aus geprüften Primärquellen bezogen, die den fest definierten Bedingungen der Charta für nachhaltige Beschaffung entsprechen. Weitere Informationen dazu sind auf der Website der Umicore und der London Bullion Market Association zu finden.

Arbeitnehmer- und Menschenrechte

Die Deutsche Börse Commodities GmbH stellt sich den ethischen Herausforderungen rund um das gehandelte Gold. Goldminen befinden sich häufig in benachteiligten Regionen von Entwicklungsländern und tragen zur wirtschaftlichen Situation dieser Länder bei. Sie bergen Risiken von Menschenrechtsverletzungen bei der Gewinnung, dem Transport oder dem Handel mit Gold. Insbesondere die Arbeit in Kleinstminen kann mit erheblichen Risiken für Leben und Gesundheit sowie mit prekären wirtschaftlichen Bedingungen verbunden sein.

Gold ist nicht gleich Gold

Die Deutsche Börse Commodities hat daher eine Erklärung in Bezug auf moderne Sklaverei und Menschenhandel abgegeben, die Selbstverpflichtungserklärung zum UN Global Compact unterzeichnet und einen Verhaltenskodex für Lieferanten entwickelt. Bei der Produktion neuer Goldbarren sind mit Blick auf ESG-Kriterien insbesondere ihre „Good Delivery Rules“ und „Responsible Gold Guidance“ im Rahmen des führenden Standards „Responsible Sourcing Programme“ der LBMA maßgeblich. Die Responsible Gold Guidance der LBMA umfasst unter anderem Anforderungen zum Umgang mit Risiken wie Zwangs- und Kinderarbeit, Menschenrechtsverletzungen, Konfliktfinanzierung, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie weiteren ESG-Faktoren. LBMA-Good-Delivery-Raffinerien müssen entsprechende Sorgfaltsprozesse implementieren und deren Konformität jährlich durch unabhängige, von der LBMA zugelassene Assurance Provider prüfen lassen. Bei Hochrisiko-Lieferketten sieht die Guidance darüber hinaus verstärkte Sorgfaltsmaßnahmen vor, zu denen auch Vor-Ort-Prüfungen gehören können. Der Bestand von Xetra-Gold® umfasst ausschließlich Barren aus streng reglementierten und geprüften Minen sowie Recycling-Gold.

Die Deutsche Börse Commodities steht mit ihrem Produkt Xetra-Gold für Zuverlässigkeit und Seriosität beim Investieren in Gold. Die Akzeptanz des Produkts, das Vertrauen der Kunden und die Sicherheit bei der Verwahrung des Edelmetalls haben oberste Priorität. Transparenz ist für die Deutsche Börse Commodities die Grundlage für eine verantwortungsvolle Kommunikation. Im Rahmen ihres ESG-Managements hat sie Dialogstrategien für ihre verschiedenen Stakeholder abgeleitet. Diese werden in regelmäßigen Abständen aktualisiert, angepasst und weiterentwickelt. Die entsprechenden Dokumente sind auf der Website einsehbar – vom Gesellschaftsvertrag bis hin zur Auflistung aller eingelagerten Goldbarren. 

Basisinformationsblatt, Jahresberichte, den Xetra-Gold-Prospekt und weitere Dokumente finden sie hier.

Gesetzes- und Richtlinienkonformität

Die Finanzbranche ist ein hochreguliertes Umfeld. Unternehmen wie die Deutsche Börse Commodities GmbH und ihre Geschäftspartner stehen zunehmend im Fokus von Politik, Behörden sowie der Öffentlichkeit. Als Zweckgesellschaft unterliegt die Deutsche Börse Commodities zahlreichen rechtlichen Anforderungen. Sie hält sämtliche jeweils geltenden Gesetze und Vorschriften ein. Die schlanke und hocheffiziente Unternehmensstruktur der Deutsche Börse Commodities ermöglicht kurze Entscheidungswege, eine direkte interne Kommunikation und die engmaschige Nachverfolgung der zentralen Themen, im Einklang mit der Entsprechenserklärung gemäß dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK).

Die Verantwortung für den Bereich ESG liegt bei der Geschäftsführung und der externen ESG-Beauftragten. Darüber hinaus ist das Thema Nachhaltigkeit fester Bestandteil aller Verwaltungsratssitzungen und der Gesellschafterversammlung.

Werte, Leitbild und Verhaltenskodizes

Das Leitbild der Deutschen Börse Commodities GmbH basiert auf einer klaren Mission und Vision sowie gemeinsamen Werten. So ermöglicht das Unternehmen Anleger*innen einen einfachen, direkten und sicheren Zugang zum Goldmarkt. Langfristiges Ziel ist es, in Europa Marktführer für Gold als börsengehandeltes Anlageprodukt zu werden. Dabei agiert das Unternehmen effizient und transparent und versteht sich gegenüber Anleger*innen, Mitarbeitenden und Dienstleistern als zuverlässiger, fairer und nahbarer Partner. Vier zentrale Werte sind handlungsleitend: Transparenz in der Kommunikation, Sorgsamkeit in der Leistung, Glaubwürdigkeit im Handeln und Kommunikationsorientierung in den Kooperationen. Diese Werte bilden die Grundlage für die interne Zusammenarbeit ebenso wie für die Beziehungen zu Kunden und Partnern. Darüber hinaus ist im Unternehmen ein Verhaltenskodex für das Geschäftsleben implementiert.

Die Deutsche Börse Commodities strebt einen fairen und partnerschaftlichen Umgang mit ihren Lieferanten und Dienstleistern an und erwartet die Einhaltung sämtlicher rechtlicher Anforderungen. Diese wiederum erkennen den beschlossenen Verhaltenskodex an, der neben ökonomischen Vorgaben auch ökologische und soziale Aspekte umfasst.

Gesellschaftliches Engagement

Die Deutsche Börse Commodities ist sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Sie tätigt daher in angemessenem Umfang Geld- und Sachspenden für caritative Zwecke und zur Förderung von Projekten der finanziellen Bildung. Bereits seit 2015 unterstützt die Deutsche Börse Commodities die ARCHE Kinderstiftung Frankfurt regelmäßig mit Geldspenden. Zudem organisieren die beiden Geschäftsführer mit ihren engsten externen Mitarbeitenden einen jährlichen Aktionstag. Ein Workshoptag von „Schulgold“, einem Programm zur finanziellen Bildung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurde 2025 für ein lokales sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum unterstützt. 

Wer sind die Partner der Deutsche Börse Commodities in Bezug auf ESG?

  • Die London Bullion Market Association (LBMA) ist eine internationale Vereinigung, die den globalen Handel mit Edelmetallen wie Gold und Silber standardisiert. Sie ist der wichtigste außerbörsliche Handelsplatz für Gold und Silber. Außerdem definiert die LBMA das dem Handel zugrundeliegende Gold über die LBMA „Good Delivery Rules and Governance“. Dieser Qualitätsstandard gewährleistet einen effizienten Handel mit den standardisierten LBMA Good Delivery Barren, weshalb die LBMA ein wesentlicher Partner für die Deutsche Börse Commodities ist.
  • Bei der Beschaffung von Gold berücksichtigt die Deutsche Börse Commodities auch dessen Herkunft und die Art der Gewinnung bzw. Wiedergewinnung. Wichtiger Kooperationspartner der Deutsche Börse Commodities ist daher die Umicore AG & Co. KG, Produzentin von Barren in ihrer weltweit größten Recyclinganlage für edelmetallhaltige Abfälle. Anstelle von 200 Tonnen natürlicher Erze benötigt Umicore zur Herstellung eines 1 kg schweren Goldbarrens im Recyclingverfahren lediglich vier Tonnen Althandys – bei gleicher Produktqualität.

Was ist „Grandfathered Gold“?

Anlagegold wie Barren oder Münzen, das in Tresoren von Goldbanken, Zentralbanken, Börsen und Raffinerien aufbewahrt wird und nachweislich anhand eines überprüfbaren Datums vor dem 1. Januar 2012 raffiniert wurde, wird als „Grandfathered Gold“ bezeichnet. Für dieses Gold ist keine Herkunftsbestimmung erforderlich. Dazu zählen auch Bestände, die von Dritten im Namen der aufgeführten Unternehmen gehalten werden. Bei Grandfatherd Gold ist es nicht möglich, eine ESG-konforme Beschaffung nachzuweisen. Die Deutsche Börse Commodities GmbH bemüht sich dennoch, alle verfügbaren Informationen weiterzugeben.

Was ist recyceltes Gold?

Raffiniertes Gold, das nicht direkt aus einer Mine stammt, gilt als recyceltes Gold. In der Praxis stammt es beispielsweise aus der Rückgewinnung aus Endverbraucherprodukten, Schrott und Altmetallen sowie aus Materialien, die bei der Raffination und Produktherstellung anfallen, und natürlich aus Altgold in Form von Schmuck oder Goldbarren. Ziel der Deutsche Börse Commodities GmbH ist die bevorzugte Verwendung von Barren aus recyceltem Gold. Ihr primärer Partner ist dabei Umicore AG & Co. KG, ein Spezialunternehmen für modernste Recycling-Technologien. 

Was bedeutet „Urban Mining“?

Beim Urban Mining wird Gold zu Recyclingzwecken aus Quellen gewonnen, die in hoher Konzentration vor allem im städtischen Raum zu finden sind. Dazu zählen insbesondere Smartphones, Tablets, PCs und jeglicher weitere Elektroschrott sowie Altgold aus Haushaltsbeständen und Industrieabfällen.