Die Rückgewinnung von Edelmetallen wie Gold und Silber und das Recycling seltener Erden aus Elektroschrott, so genanntes Urban Mining, war bis vor wenigen Jahren fast ganz in der Hand der USA und asiatischer Staaten, allen voran China und Japan. Besonders China hat sich vom Importweltmeister von Elektroschrott binnen kurzer Zeit zum Urban Mining-Vorreiter entwickelt, und zwar als diese Art der Rückgewinnung in Europa noch kaum praktiziert wurde. In der Zwischenzeit hat sich viel getan. Deutschland belegt heute weltweit den dritten Platz bei der umweltschonenden Rückgewinnung von Gold aus Elektroschrott. Wie gut das Recycling aus Elektroschrott voranschreitet, zeigt sich auch anhand der noch ungenutzten Potentiale, die in Deutschland langsam, aber stetig schrumpfen.
167 Millionen Smartphones schlummern noch in deutschen Schubladen
Nach aktuellen Zahlen von Bitcom (15. April 2026), dem Digitalverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche, ist die Anzahl der alten Smartphones von 210 Millionen im Jahr 2022 bis Anfang 2025 auf 195 Millionen und bis heute auf 167 Millionen geschrumpft, ein Rückgang von 14,6 Prozent oder 28 Millionen Alt-Smartphones. Das entspricht einer Rückgewinnung von bis zu 700 Kilogramm Gold.
Beim Urban Mining ist der CO2-Ausstoß deutlich geringer als beim klassischen Bergbau und die Ausbeute ist deutlich größer. Der Goldgehalt in einer Tonne Alt-Smartphones beträgt rund 250 Gramm Gold; eine Tonne gefördertes Golderz enthält dagegen nur etwa 4 Gramm.
Wo kann man ein altes Smartphone zum Recycling abgeben?
Heute gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das ausgediente Smartphone dem Uran Mining zuzuführen: Neben der Abgabe des Geräts beim örtlichen Recyclinghof und in Elektromärkten ist es inzwischen auch in vielen Supermärkten möglich, das Altgerät abzugeben. Auch Online-Händler und Hersteller bieten die Rückgabe oft an, sodass man nicht einmal das Haus verlassen muss, um mitzuhelfen, Urban Mining tatkräftig zu unterstützen.