Von Rücksetzer erholt

Marktkommentar Michael Blumenroth – 01.10.2021

Wöchentlicher Marktbericht

Eine vielleicht etwas überraschend volatile Woche liegt nun bald hinter uns. Zum Ende des dritten Quartals gab es dann doch noch einige stärkere Bewegungen an den Märkten. Im Fokus standen dabei die Anleihemärkte. Die Aufwärtsbewegung der Kapitalmarktzinsen rund um den Globus setzte sich nämlich zunächst fort. Seit der Sitzung der US-Notenbank am 22. September scheinen die Marktteilnehmer zu realisieren, dass sich die Zeit der Niedrigzinsen doch irgendwann mal dem Ende zuneigen wird. Notenbanken in Norwegen, Tschechien und Lateinamerika haben in den vergangenen Tagen die Leitzinsen erhöht, weitere dürften demnächst nachziehen.

Starker US-Dollar, hohe Kapitalmarktzinsen

In den USA stiegen die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen seit dem 22. September von 1,30 bis auf 1,56 Prozent, bevor sie seit gestern Abend nachgaben. Das höhere Renditenniveau in den USA lieferte ebenso wie der infolgedessen aufwertende US-Dollar den Goldpreisen starken Gegenwind. Zum Euro stieg der US-Dollar nämlich auf das höchste Niveau seit Juli 2020. Der Goldpreis fiel zunächst auf den tiefsten Kurs seit dem 11. August, konnte sich dann aber seit gestern Nachmittag wieder erholen, da das gelbe Metall als sicherer Hafen reüssieren konnte als die Aktienmärkte unter Druck gerieten. Der Goldpreis wird nun von der risikoaversen Stimmung an den Märkten gestützt, andererseits lasten der starke US-Dollar und die höheren Kapitalmarktzinsen weiterhin auf ihm. Im Endeffekt handelt er deshalb heute Morgen nahezu exakt auf dem Niveau der Vorwoche.

Gold fiel zunächst von 1.754 US$ pro Unze am Freitag vergangener Woche bis auf 1.722 am Mittwochabend. Gestern Nachmittag schoss der Preis bis auf 1.764 aufwärts. Heute Morgen setzte er etwas zurück auf aktuelle 1.754.

Gold in Euro leicht über Vorwochenniveau

Der Xetra-Gold-Preis legte aufgrund des schwächeren Euros hingegen moderat zu. Während der üblichen Handelszeiten fiel er von 48,05 € pro Gramm am vergangenen Freitag bis auf 47,60 am Mittwochnachmittag. Gestern hüpfte der Preis bis auf 48,90. Heute Morgen dürften zum Handelsstart ungefähr 48,70 aufgerufen werden.

In der kommenden Woche dürften die US-Arbeitsmarktdaten und weiterhin die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen im Fokus stehen.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames Feiertags-Wochenende.

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