FAQs

Warum bezieht die DBCo nicht ausschließlich recyceltes Gold?

Derzeit gibt es nicht ausreichend recyceltes Gold am Markt, um es ausschließlich zu beziehen. Der exklusive Lieferant der zur Besicherung (und auf Anfrage zur Auslieferung) von Xetra-Gold® bezogenen Goldbarren, Umicore, stellt jedoch auch an den Goldanteil, der nicht durch Wiedergewinnung produziert werden kann, hohe Anforderungen. Neben der Nutzung des LBMA „Good Delivery“-Qualitätssiegels ist Umicore vom Responsible Jewellery Council zertifiziert. Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu gestalten, unabhängig von der Art der Goldproduktion. Die Zertifizierung erfolgt nur dann, wenn ein Goldbarrenproduzent entlang der gesamten Leistungskette bestimmte, einheitliche Standards erfüllt. Dies gilt nicht nur in Bezug auf die Klimaverträglichkeit, sondern ebenso hinsichtlich einer ethischen, sozialverträglichen und menschenrechtskonformen Unternehmenspolitik.
Dem ausschließlichen Angebot von Recycling-Gold steht entgegen, dass sich Barren im Umlauf und in Goldspeichern befinden, die teilweise bereits über 100 Jahre alt sind (siehe Glossar „Grandfathered Gold“). Zerstörung oder Eintausch dieser Goldbarren würde mehr Emissionen verursachen als die derzeitige Vorgehensweise. 

Wer sind die Partner der DBCo „in Sachen Nachhaltigkeit“?

  • LBMA
  • Umicore AG & Co. KG

Gibt es Standards zur Einhaltung der Menschenrechte im gesamten Prozess?

2012 führte die LBMA das Responsible Sourcing Programme für Gold ein. Dieses legt ein gemeinsame Standards für die gesamte Lieferkette des internationalen Großhandels mit Edelmetallen fest und orientiert sich an der OECD Due Dilligence Guidance for Responsible Supply Chains of Minerals. Die Schwerpunkte liegen auf Menschenrechten, Konflikten und der Regierungsführung. Die Standards garantieren, dass bei der Gewinnung, dem Transport und dem Handel mit Gold Menschenrechtsverletzungen verhindert werden.

Welche Zertifizierungen sind für die DBCo wichtig?

Die Standards für verantwortungsbewusstes Sourcing haben sich im Laufe der letzten Jahre stark verschärft. So wurden zum Beispiel im Jahr 2019 erstmals ESG­Bewertungen implementiert. Das Liefersystem der LBMA setzt fest definierte Maßstäbe in Bezug auf die Qualität des Edelmetalls, den ethischen Handel und die verantwortungsvolle Beschaffung. Anleger, die „LBMA Good Delivery“-Barren kaufen, können sicher sein, dass diese Standards erfüllt wurden. Darüber hinaus ist das Ziel der LBMA, die Standards stetig auszubauen und an die aktuellen Erfordernisse anzupassen.

Gibt es überhaupt „nachhaltiges Gold“ und was macht es aus?  

Gold ist per se nachhaltig: Es korrodiert nicht, wird nicht aufgebraucht und hält somit praktisch ewig, wie Funde von mehr als 6000 Jahre altem Goldschmuck eindrucksvoll belegen. Die bislang nachhaltigste Goldgewinnung ist durch Green Mining möglich. Um die Klimabilanz zu optimieren, sollte Green Mining immer auf Gold-Recycling beruhen, denn der CO2-Ausstoß bei der Wiedergewinnung von Altgold beträgt weniger als ein Zwanzigstel dessen, was bei der Förderung der gleichen Menge Minengold entsteht.

Wie werden Kinder- und Zwangsarbeit beim Goldbergbau verhindert?

Sowohl der ausschließliche Kauf von Goldbarren, die den LBMA Good Delivery-Standards entsprechen als auch die Zertifizierung des DBCo-Partnerunternehmens Umicore durch den Responsible Jewellery Council sollen sicherstellen, dass kein Gold, das durch Kinder- oder Zwangsarbeit gefördert wurde, in die Tresore der DBCo gelangt. Ein von der LBMA und dem World Gold Council gemeinsam durchgeführtes, zukunftsweisendes Pilotprojekt nutzt Blockchain-Technologie, um eine lückenlose Verfolgung der kompletten Leistungs- und Lieferkette jedes einzelnen Goldbarrens sicherzustellen und somit zuverlässig zu verhindern, dass durch Kinder- oder Zwangsarbeit produziertes Gold z.B. aus Krisengebieten in den weltweiten Goldhandel einfließt.

Wie wird der mit dem Goldtransport verursachte CO2-Ausstoß ausgeglichen?

Das zur Hinterlegung der Xetra-Gold-Anteile nötige Gold wird üblicherweise in Sammelbestellungen von mindestens 500 kg erworben und mit einem Linienflugzeug, das neben Fracht vor allem Passagiere transportiert, nach Frankfurt gebracht. Der dabei entstehende ökologische Fußabdruck wird mit CO2-Zertifikanten kompensiert. Das Gleiche gilt für jenes Gold, das an Inhaber von Xetra-Gold-Anteilsscheinen ausgeliefert wird, wenn diese ihre Anteile in physisches Gold eintauschen wollen. Diese Auslieferungen beinhalten, soweit möglich, Goldbarren aus Recycling-Beständen. Siehe dazu „Warum bezieht die DBCo nicht ausschließlich recyceltes Gold?“ in den FAQs.
 

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