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Viele Menschen setzen auf Gold in der Krise

Aktuelles Arnulf Hinkel, Finanzjournalist – 11.05.2022

© Umicore
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In den ersten vier Monaten dieses Jahres haben private und institutionelle Anleger gleichermaßen Gold so stark nachgefragt wie seit dem Beginn der Corona-Pandemie nicht mehr. Im ersten Quartal 2022 stieg die Goldnachfrage weltweit insgesamt um 202 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – höheren Anleihezinsen und einer strikteren Geldpolitik in vielen Ländern zum Trotz. Sorgen angesichts steigender Inflationsraten und geopolitischer Krisen überwogen bei vielen Anlegern.

Goldanlage als Inflationsschutz vor allem in Europa und den USA

Wie schon gegen Ende 2021 sank die Nachfrage nach Goldfonds mit physischer Besicherung in Asien – im ersten Quartal 2022 um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Noch stärker brach die Nachfrage nach physischem Gold ein, die vor allem in China 43 Prozent unter dem Vergleichsquartalswert lag. Im April allerdings reduzierte sich das Nachfrageminus bei asiatischen Goldfonds auf -0,57 Prozent. Vor allem in den USA mit einem Volumen von189,4 Tonnen und in Europa mit 136,7 Tonnen lag das Gros der Gesamtnachfrage der ersten vier Monate 2022 von 311,6 Tonnen in Goldfonds und ETCs deutlich über dem Vorjahreszeitraum, in dem Abflüsse in Höhe von 189 Tonnen zu verzeichnen waren.

Starker Rückgang bei traditioneller Goldnachfrage

Goldschmuck ist vor allem in Schwellenländern als Zeichen des wirtschaftlichen Wohlergehens und Wertspeicher gleichermaßen beliebt. Hier verläuft die Nachfrage oft antizyklisch zu der von Anlagegold: In Zeiten von Hochkonjunktur wird Gold eher gekauft als in Krisenzeiten, in denen der Goldpreis oft überdurchschnittlich hoch ist und der bereits vorhandene Goldschmuck eventuell sogar als Krisenwährung genutzt werden muss. Deshalb brach neben der Nachfrage nach Anlagegold in Asien in den ersten Monaten 2020 auch die Nachfrage nach Goldschmuck stark ein; diese als traditionell beschriebene Goldnachfrage sank besonders stark in Indien, wo sie mit einem Minus von 26 Prozent noch stärker als in China mit -8 Prozent zurückging. In den meisten Industrienationen änderte sich die Goldschmucknachfrage wenig. In Australien hingegen, wo die Konjunktur am stärksten von allen G20-Staaten anzog, führte die positive wirtschaftliche Situation der Privathaushalte im ersten Quartal 2022 zu einem Wachstum der Goldschmucknachfrage von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

(Alle Zahlen aus den Publikationen „Q1 2022 Gold Demand Trends” und “Monthly Gold ETFs Data & Commentary April 2022” des World Gold Council.)

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