Sorgen vor geldpolitischer Straffung drücken Gold

Marktkommentar Michael Blumenroth – 04.06.2021

Wöchentlicher Marktbericht

Eine Woche, die zunächst Licht und dann Schatten auf die Goldmärkte warf. Infolge des zu Wochenbeginn zur Schwäche neigenden US-Dollars und im Zuge einer breiten Rally an den Rohstoffmärkten stieg der Goldpreis zunächst am Dienstagmorgen auf den höchsten Stand seit dem 6. Januar. Bis gestern Morgen entfernte er sich auch nicht dramatisch von diesem Niveau. Nach einer Reihe über den Erwartungen liegenden Konjunkturdaten insbesondere aus den USA wuchsen dann aber mal wieder die Sorgen vor einer nun doch allmählich näher rückenden geldpolitischen Straffung besonders in den USA.

In welche Richtung geht es am US-Arbeitsmarkt?

Laut einer Erhebung des Datenanbieters ADP wurden in den USA im Mai deutlich mehr Arbeitsplätze geschaffen als zuvor erwartet. Zudem haben vergangene Woche erneut weniger US-Amerikaner einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt als in der Vorwoche, und ein Frühindikator der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung, der ISM-Index für das Dienstleistungsgewerbe, stieg auf ein neues Rekordhoch. Im Fokus steht nun der heute Nachmittag zur Veröffentlichung anstehende offizielle US-Arbeitsmarktbericht. Sollte dieser deutlich besser als erwartet ausfallen, könnten die Befürchtungen, dass die US-Notenbank früher als erwartet den Fuß vom geldpolitischen Gaspedal nehmen könnte, weiter wachsen.

Fester US Dollar bremst Rohstoffpreise

Etwas höhere Kapitalmarktzinsen und ein gestern deutlich fester notierender US-Dollar setzten die Preise für Rohstoffe und hier insbesondere für Metalle unter Druck. Auch Gold konnte sich dem nicht entziehen, seit gestern Mittag gaben die Preise deutlich nach.

Im Verlauf dieser Woche kletterte der Goldpreis von 1.891 US$ pro Unze am vergangenen Freitagmorgen bis auf 1.916,50 am Dienstagmorgen. Der Rücksetzer seit gestern Mittag führte Gold bis auf 1.856,50 heute Morgen. Nach einer leichten Erholung notiert es nun bei 1.870.

Der Xetra-Gold-Preis verlor somit ebenfalls. Während der üblichen Handelszeiten stieg er zunächst von 49,95 € pro Gramm am vergangenen Freitag bis auf ein Wochenhoch bei 50,35 am Dienstagmorgen, verbilligte sich dann gestern bis auf 49,40 und sollte zur Handelseröffnung heute ungefähr bei 49,65 gehandelt werden.

Ausblick: Fokus auf EZB-Sitzung, US-Konjunkturdaten

Nach der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten heute um 14.30 Uhr dürfte es erst einmal recht deutliche Marktbewegungen geben. In der kommenden Woche steht u.a. die Sitzung der Europäischen Zentralbank im Kalender. Im Fokus dürften aber weiterhin alle Zahlen, Daten und Fakten stehen, die eine geldpolitische Straffung besonders in den USA wahrscheinlicher oder auch unwahrscheinlicher erscheinen lassen.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames Wochenende.

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