Mögliche Einigung im Handelsstreit bremst Gold aus

Marktkommentar Michael Blumenroth – 13.12.2019

Wöchentlicher Marktbericht

Eine Woche mit Höhen und Tiefen für den Goldpreis, der schließlich zum Wochenschluss hin etwas unter Druck geriet.

Zunächst einmal standen in dieser Woche einige Notenbanksitzungen auf der Agenda, die zumeist recht ereignislos verliefen. Sowohl die US-Notenbank Fed als auch die EZB übermittelten eher vorweihnachtlich ruhige Botschaften, indem sie darauf hindeuteten, dass weitere geldpolitische Maßnahmen auf die Schnelle nicht zu erwarten sind.

Aktienmärkte in Feierlaune

Wesentlich spannender waren zwei Ereignisse aus dem politischen Dunstkreis. Zum einen droht am kommenden Sonntag, dem 15.12., ein weiterer Zollschritt der USA gegen China. Dann wären nämlich alle Güter, die von China in die USA exportiert werden, mit Zöllen belastet. Kurz nach Börsenöffnung in  den USA gestern nutzte US-Präsident Trump wieder sein Lieblingsmedium Twitter, um zu verkünden, dass ein ‚Deal‘ zwischen den USA und China wohl zeitnah und unmittelbar bevorstünde.

Dies versetzte insbesondere die Aktienmärkte in Feierlaune, und sorgte dafür, dass die Renditen, besonders jene der US-Staatsanleihen, deutlich zulegten. Neben den Staatsanleihen wurden auch die sicheren Häfen Yen, Franken und Gold offeriert.

Wahlergebnis in Großbritannien schafft Klarheit

Diese Marktbewegung verstärkte sich dann gestern Abend um 23 Uhr, nachdem die ersten Hochrechnungen auf die absolute Mehrheit der Konservativen bei der Wahl in Großbritannien hindeuteten. Hier ist der Hintergedanke der Marktteilnehmer, dass nun endlich Klarheit darüber besteht, dass Großbritannien Ende Januar 2020 den Brexit vollziehen wird. Wir erinnern uns: Märkte hassen Unsicherheit.

Sichere Häfen schwächeln

So kam es, dass Gold im Wochenverlauf etwas billiger gehandelt wurde. In US-Dollar berechnet handelte Gold am Freitagvormittag vergangener Woche um die Marke von 1.474 $/Unze. Bereits am Freitagnachmittag sank es nach sehr starken Arbeitsmarktdaten aus den USA bis auf 1.459 $/Unze – das bisherige Wochentief. Bis zum Mittwochmittag erholte es sich leicht auf 1.465 $/Unze. Am Mittwochnachmittag und besonders bis gestern Nachmittag kletterte Gold dann aufwärts bis auf 1.486,75 $/Unze; aus den oben genannten Gründen ging es dann jedoch abwärts bis auf 1.463,50 $/Unze. Aktuell notiert Gold ungefähr bei 1.472 $/Unze – was in Anbetracht der höheren Renditen und haussierenden Aktienmärkten vielleicht ein nicht allzu schlechtes Ergebnis ist.

Der Euro handelte im Wochenverlauf gegen den US-Dollar ungefähr einen Cent fester. So gab auch Xetra-Gold zunächst etwas nach, und zwar von 42,65 €/Gramm am vergangenen Freitagmorgen bis auf 42,40 €/Gramm am Freitagnachmittag. Danach kletterte Xetra-Gold aufwärts bis auf circa 42,90 €/Gramm gestern Nachmittag vor der Twitter-Nachricht von Trump. Heute Morgen notiert Xetra-Gold ungefähr bei 42,35 €/Gramm – was insbesondere auf den festeren Euro nach der Wahl in Großbritannien zurückzuführen ist.

Im Großen und Ganzen warten wir nun auf weitere Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China bevor sich übernächste Woche die Weihnachtsruhe über die Märkte legen sollte.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames, nicht allzu stürmisches drittes Advents-Wochenende.

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