Märkte zwischen Hoffen und Bangen

07.02.2020 - Marktkommentar

von Michael Blumenroth

Wöchentlicher Marktbericht

Auch in dieser Woche lag der Fokus der Märkte weniger auf fundamentalen Ereignissen und Konjunkturdaten, sondern mehr auf positiven und negativen Nachrichten hinsichtlich der Ausbreitung des Coronavirus. Dies wird nämlich zumindest für das erste Quartal 2020 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch in fundamentaler Hinsicht Auswirkungen haben. So senkten in den letzten Tagen einige Analysten ihre Prognosen für das BIP-Wachstum Chinas und infolgedessen auch für Deutschland und Europa als große Handelspartner der Volksrepublik. Viel wird nun davon abhängen, wie rasch sich die Ausbreitung des Virus bald eindämmen lässt.

Starker US-Dollar

Generell scheinen die Marktteilnehmer eher auf eine kurzfristige Delle im weltweiten Wirtschaftswachstum als auf einen länger andauernden Schaden zu setzen. Dies lässt sich u.a. an den neuen Rekordhochs der US-Leitindizes und an den leichten Wochenverlusten sogenannter sicherer Häfen wie Staatsanleihen, dem Yen und Gold ablesen. Des Weiteren scheint auch der starke US-Dollar die Goldpreise in ihrem Tatendrang etwas auszubremsen.

Nachrichtenlage bestimmt den Handel

Gold wird im direkten Wochenvergleich somit gut zehn US-Dollar billiger gehandelt als am Freitagmorgen vergangener Woche. In US-Dollar betrachtet handelte es da nämlich um die Marke von 1.577 $/Unze. Mit einem weiteren starken Anstieg der Zahl der Coronavirus-Infizierten in China über das Wochenende und Meldungen über Infektionen in anderen Teilen der Welt sprang Gold gleich zum Handelsstart am Montag auf das Wochenhoch bei 1.592 $/Unze, quasi ein Déjà-vu zur Vorwoche.

Die Märkte fassten dann wieder etwas Zutrauen in Risikotitel und es gab (bis dato unbestätigte) Meldungen, dass es möglicherweise ein Coronavirus-Gegenmittel gibt. Sichere Häfen wurden in der Folge offeriert, sodass die Goldpreise am Mittwoch bis auf 1.548 $/Unze zurückfielen. Seitdem ging es dann wieder vor dem nahenden Wochenende (vielleicht, weil Gold in den vergangenen beiden Wochen jeweils Freitagabend und Montag angestiegen war) zurück auf 1.570 $/Unze. Aktuell notiert Gold bei 1.565 $/Unze.

Xetra-Gold bleibt unter 46 €/Gramm

Der Euro handelt nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus Deutschland gestern und heute gerade heute Morgen auf einem Viermonatstief. So gab Xetra-Gold im Wochenverlauf nur recht geringfügig nach. Während der üblichen Handelszeiten stieg es von 46,00 €/Gramm am vergangenen Freitagmorgen auf 46,20 €/Gramm am Freitagnachmittag. Auch hier wurde das Wochentief am Mittwoch mit 45,15 €/Gramm gehandelt. Heute Morgen notiert es zum Handelsbeginn auf Xetra wieder ein ganzes Stück höher, nämlich ungefähr bei 45,95 €/Gramm.

Heute Nachmittag gibt es mal wieder den monatlichen Arbeitsmarktbericht aus den USA. Darüber hinaus verfolgen wir weiterhin die Ticker-Meldungen über den Stand der Dinge in Sachen Coronavirus.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein sturm- und orkanfreies schönes Wochenende.

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