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Ist Gold ein guter Inflationsschutz?

Aktuelles Arnulf Hinkel, Finanzjournalist – 24.06.2021

© Umicore

Wenn von der seit Jahrtausenden geschätzten Werterhaltungsfunktion von Gold die Rede ist, wird gerne das Beispiel der 350 Laibe Brot genannt, die man vor rund 2.500 Jahren für eine Feinunze Gold erhielt – und auch heute noch bekommt. Zeitlich etwas aktueller, aber sicher nicht weniger beeindruckend: Laut einer Analyse des Edelmetallunternehmens Solit Kapital hat der Euro zwischen den Jahren 2000 und 2020 fast 81 Prozent und der US-Dollar im gleichen Zeitraum sogar 82 Prozent seiner Kaufkraft gegenüber Gold eingebüßt. Damit empfiehlt sich Gold klar als Inflationsschutz, oder? Die Antwort lautet: langfristig ja – kurzfristig nur, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Zahlreiche Faktoren beeinflussen kurz- und mittelfristig den Goldpreis

Um als Inflationsschutz zu überzeugen, muss der Goldpreis mindestens um die Inflationsrate steigen. Allerdings wird der Goldpreis durch eine Vielzahl von Faktoren bestimmt, deshalb kommt es kurzfristig auch immer wieder zu starken Preisschwankungen. So gab es in den letzten Tagen trotz aktuell unerwartet hoher Inflation in den USA nach der letzten Fed-Sitzung einen signifikanten Preisrückgang bei Gold. Hier kamen zwei Faktoren ins Spiel, die traditionell den Goldpreis belasten: eine Erhöhung der Leitzinsen (bzw. die Ankündigung dieser für 2023) sowie ein erstarkender US-Dollar. In einem solchen Umfeld kann Gold auch während einer Inflation auch mal schwächeln.

Langfristig bietet Gold durchaus einen Inflationsschutz

Seit dem Ende der Goldpreisbindung an den US-Dollar 1973 – also seit bald 50 Jahren – hat das Edelmetall gegenüber der US-Währung jährlich im Durchschnitt um 10 Prozent an Wert gewonnen und dürfte damit die Teuerungsraten in den meisten Ländern überkompensiert haben. Auch die Mehrzahl der Zentralbanken setzt auf Gold als Inflationsschutz. Bei der aktuellen Erhebung des World Gold Council zu den Motiven und Strategien hinsichtlich der Haltung von Goldreserven beurteilten 70 Prozent der befragten Zentralbanken die Werterhaltungsfunktion von Gold als relevant bzw. hochrelevant.

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