Inflation ohne Zinsanpassung: eine Chance für Gold

Aktuelles (Werbung) Arnulf Hinkel, Finanzjournalist – 08.04.2021

Seit Ende August 2020 hat die fast zwei Jahre andauernde Goldrallye eine Auszeit genommen, und die Aussichten auf eine baldige Fortsetzung scheinen angesichts optimistischer Aktienmärkte und gestiegenen Staatsanleihen zurzeit eher mau. Nichtsdestotrotz halten Finanzmarktexperten wie Markus Bußler von „Der Aktionär“ oder Carsten Fritsch, Rohstoffanalyst der Commerzbank, eine Erholung des Goldpreises in der zweiten Jahreshälfte 2021 für gut möglich.

Staatsanleihen-Renditen: Inflation bereits eingepreist

Die signifikante Ausweitung der Geldmenge einer Volkswirtschaft zieht meist inflationäre Tendenzen nach sich, und die Politik des lockeren Geldes hat während der Corona-Pandemie gewaltige Ausmaße angenommen: In der Eurozone wuchs die Geldmenge M3 im Januar 2021 im Jahresvergleich um 12,5 Prozent, und für die USA wird laut Carsten Fritsch ein Haushaltsdefizit von 15 Prozent im Jahr 2021 erwartet. Zumindest für das zweite Halbjahr 2021 erwarten viele Volkswirte deshalb in der EU eine Teuerungsrate von 2,6 bis 2,8 Prozent. Ganz ähnlich sind die Erwartungen für die US-amerikanische Volkswirtschaft, die bereits in die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen eingepreist sind. Anders sieht es Markus Bußler in Bezug auf den Goldmarkt, der seiner Ansicht nach den drohenden Anstieg der Teuerungsrate noch nicht berücksichtigt.

Leitzinsänderungen sind nicht vor 2023 geplant

Die US-Notenbank Fed hat angekündigt, erst im übernächsten Jahr wieder Zinsanpassungen vornehmen zu wollen; bei der EZB wird es voraussichtlich noch länger dauern. Angesichts der in weiten Teilen immer noch vorherrschenden Niedrig- bzw. Minuszinsen auf viele Anlagen bietet sich hier durchaus für Gold die Chance, von den Teuerungsraten, die nationale Zinsniveaus deutlich übersteigen, zu profitieren und als Wertspeicher wieder verstärkt nachgefragt zu werden. Schließlich hat nach einer Analyse des Edelmetallunternehmens Solit Kapital der Euro seit Anfang 2000 bis 2020 fast 81 Prozent seiner Kaufkraft gegenüber Gold eingebüßt, der US-Dollar im gleichen Zeitraum sogar 82 Prozent.

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