Goldpreise im Wochenvergleich wenig verändert

Marktkommentar Michael Blumenroth – 03.04.2020

Wöchentlicher Marktbericht

... wobei wenig relativ ist. Verglichen mit den vorhergehenden drei Wochen waren die Marktbewegungen und Tagesschwankungen jedoch häufig etwas weniger ausgeprägt.  Es ist überflüssig zu erwähnen, dass Covid-19 und dessen schrecklicher Vormarsch über den Globus weiterhin das allgemeine Leben sowie die Finanzmärkte fest in seinen Klauen hält. Zum einen hinsichtlich der gesundheitlichen, zum anderen in Bezug auf die realwirtschaftlichen Auswirkungen.

Dramatischer Anstieg der US-Arbeitslosenzahl

Nachdem vergangene Woche bereits die Zahl von 3,3 Mio. Neuanträgen auf Arbeitslosenhilfe in den USA für einen kleinen Schock sorgte, kam es diese Woche mit 6,6 Mio. Neuanträgen zu einer Verdoppelung dieser Zahl. Um es ins Verhältnis zu setzen: Der „Rekord“ für die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosigkeit stand zuvor bei 0,6 Mio. Neuanträgen

Auch wenn einige andere Konjunkturdaten aus den USA erstaunlicherweise etwas besser waren als prognostiziert, so ist der Arbeitsmarkt natürlich wie in allen anderen Ländern auch im Fokus. Aus Spanien kamen gestern ebenfalls recht ernüchternde Arbeitsmarktdaten. Alles hängt nun scheinbar davon ab, wie schnell sich der Anstieg der Corona-Infektionen eindämmen lässt, und wann es zu einer Beendigung der Lock-Down-Maßnahmen kommt.

Weiterhin starker US-Dollar

An den Märkten für Staatsanleihen ging es in dieser Woche etwas auf und ab – was an dem einen Tag gewonnen wurde, wurde oft am nächsten Tag verloren. Auffällig war der starke Anstieg des US-Dollar gegen viele Währungen, sei es der Euro, seien es Rohstoffwährungen oder Schwellenländerwährungen. So setzte zum Beispiel der südafrikanische Rand auf ein Allzeittief zurück, was tendenziell auf dem Goldpreis lastete (je schwächer der Rand, desto lukrativer für die dortigen Produzenten, Gold zu verkaufen).

Gold wird im direkten Wochenvergleich heute Morgen somit etwas niedriger umgesetzt als am Freitag vergangener Woche um diese Zeit; vergangenen Freitag lag der Goldpreis noch bei 1.622 US$/Unze. Zu Wochenbeginn am Montag wurde es gleich am Wochenhoch bei 1.640 US$/Unze gehandelt. Mit dem ansteigenden Kurs des US-Dollar setzte Gold dann bis Dienstagabend auf 1.569,50 US$/Unze zurück. Seitdem handelt es in ständigem Auf und Ab zwischen 1.570 und 1.620 US$/Unze. Die schwachen US-Arbeitsmarktdaten ließen Anleger gerade gestern wieder beherzt beim Gold zugreifen. Aktuell wird es etwas tiefer bei 1.613 US$/Unze gehandelt.

Fed gibt Marschroute vor

Der Euro gab im Wochenverlauf deutlich nach. Der US-Dollar wird nun einmal als sicherer Hafen nachgesucht. Zum anderen ist die US-Notenbank Fed sicherlich jene Bank, die weltweit für alle anderen Zentralbanken richtungsweisend ist.

Xetra-Gold verzeichnet Preisanstieg

Der Preis von Xetra-Gold stieg somit während der üblichen Handelszeiten im Wochenverlauf sogar an, nämlich von 47,25 €/Gramm am vergangenen Freitagmorgen über ein Wochentief von 46,25 €/Gramm am Mittwoch bis auf 48,05 €/Gramm heute Morgen zum Handelsstart.
Marktbewegungen werden sicher auf absehbare Zeit vom Coronavirus und dessen Folgen beherrscht. Sichere Häfen könnten gefragt bleiben.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames Wochenende. Bleiben Sie gesund.

 

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