Goldpreise geben inmitten geopolitischer Zuversicht leicht nach

Marktkommentar Michael Blumenroth – 11.10.2019

Wöchentlicher Marktbericht

In dieser Woche stand mal wieder die Geopolitik im Fokus. Zum einen naht das Datum, an dem Großbritannien sich von der EU-Mitgliedschaft verabschieden möchte in Windeseile. Zum anderen setzen sich aktuell die USA gemeinsam mit China endlich wieder an den Verhandlungstisch, um im Handelskonflikt eventuell durch einen Deal doch noch zu einer Lösung zu kommen.

Zu Beginn der Woche sah es noch eher düster aus, was Fortschritte in den beiden Themenkomplexen betrifft. Der britische Premierminister Johnson bezeichnete einen ‚Brexit -Deal‘ bis zum Monatsende als ‚quasi unmöglich‘. Und auch im Handelskonflikt USA-China standen die Zeichen zunächst eher auf Eskalation. Hier drohten die USA mit einer Verschärfung von Sanktion; China hingegen mit vorzeitiger Abreise von den Gesprächen in Washington.

Sichere Häfen verlieren ihren Reiz

So waren bis Mitte der Woche die sicheren Häfen Staatsanleihen, Yen, Franken und Gold rege nachgefragt. Dies änderte sich gestern Nachmittag. Der irische Ministerpräsident Varadkar sprach nach einem treffen mit Boris Johnson von guten Chancen, dass es bis zum 31. Oktober eine Brexit-Vereinbarung geben könne. Und Donald Trump twitterte, dass die Gespräche mit China sehr gut liefen, und dass er den Verhandlungsführer der chinesischen Delegation heute im Weißen Haus treffen wolle.

Infolgedessen stiegen die Renditen/Marktzinsen der Staatsanleihen rund um die Welt relativ deutlich an, was Kursverluste für Bonds bedeutet. Und auch die anderen sicheren Häfen gaben nach.

Gold fällt im Wochenverlauf unter 1.500 US$

In US-Dollar betrachtet handelte das Gold am Freitagvormittag vergangener Woche um die Marke von 1.509 $/Unze. Es fiel am Dienstagmorgen auf das Wochentief bei 1.487.50 $/Unze, als scheinbar Positionen in den Handelsbüchern etwas verkleinert wurden. Mit dem aufkeimenden Pessimismus hinsichtlich Brexit und dem Handelskonflikt kletterte der Goldpreis dann bis zum Donnerstagmorgen auf sein Wochenhoch bei 1.517 $/Unze, setzte aber nach den oben erwähnten eher positiven Signalen doch wieder zurück bis auf 1.491 $/Unze. Nach der Explosion auf einem iranischen Tanker heute Morgen steigt Gold wieder etwas an, und zwar auf aktuelle 1.500 $/Unze.

Der Euro konnte unterdessen die Marke von 1,10 EUR/USD wieder erobern. Der Xetra-Gold-Preis setzte zunächst von 44,23 €/Gramm etwas zurück, kletterte dann am Donnerstagmorgen auf sein Wochenhoch bei 44,27 €/Gramm, bevor es mit dem etwas festeren Kurs des Euro und den zurücksetzenden Goldpreisen gestern Nachmittag abwärts auf 43,60 €/Gramm ging. Heute Morgen sollte Xetra-Gold zum Handelsstart ungefähr bei 43,80 €/Gramm ins Rennen gehen.

Weiter im Fokus: USA, China, Brexit

Heute Nachmittag stehen sicher jedwede Neuigkeiten von den Handelsgesprächen USA-China im Fokus. Auch verhandeln heute die EU und Großbritannien weiter um ein mögliches Austrittsabkommen.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames goldenes Oktoberwochenende.

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