Goldpreis in schwankendem Umfeld wenig verändert

Marktkommentar Michael Blumenroth – 11.12.2020

Wöchentlicher Marktbericht

In der bald abgelaufenen Woche fehlte das große, eindeutige Thema, um die Goldpreise nachhaltig in die eine oder andere Richtung zu bewegen. 

Am Montag startete die Woche an den Märkten in einem moderat risikoscheuen Modus. Unsicherheiten hinsichtlich eines möglichen Brexit-Vertrages und das andauernde Gezerre um ein neues Fiskalpaket in den USA verunsicherten die Anleger, so dass „sichere Häfen“ wie Gold zu Wochenbeginn gefragt waren. Zwar sind diese beiden Probleme weiterhin nicht gelöst, im Wochenverlauf agierten die Anleger jedoch wieder risikofreudiger. Mutmaßlich spielte hier eine Rolle, dass in Großbritannien mittlerweile die ersten Impfungen gegen Covid-19 begonnen haben, weshalb sich ein Licht am Ende des Coronavirus-Tunnels abzeichnen könnte (allen aktuell eher erschreckenden Infektionszahlen aus den USA und Teilen Europas zum Trotz).

Verkäufe von Gold-Produkten, steigende Risikobereitschaft

Übergeordnet ist zwar die physische Nachfrage nach Gold in Asien momentan recht stark. Insbesondere in den USA werden aber weiterhin Bestände an börsengehandelten, mit Gold hinterlegten Produkten in großem Ausmaß abgebaut, was die Aufwärtsbewegung der Goldpreise seit Mitte der Woche wieder zunichtemachte.

Von 1.842 $/Unze am vergangenen Freitagmorgen kletterte der Goldpreis bis auf 1.875 $/Unze am Dienstagnachmittag. Mit zunehmendem Risikoappetit an den Märkten ging es dann retour gen 1.826 $/Unze am Mittwochabend. Eine Erholung auf 1.850 $/Unze Donnerstagmittag erwies sich als kurzlebig. Aktuell stehen 1.835 $/Unze an der Kurstafel. 

Ein ähnliches Bild ergibt sich für Xetra-Gold. Er kletterte zunächst innerhalb der regulären Handelszeiten von 48,75 €/Gramm am vergangenen Freitag auf ein Wochenhoch bei 49,70 €/Gramm Dienstagnachmittag. Im Wochenverlauf setzte er jedoch wieder zurück. Zur Handelseröffnung heute könnte Xetra-Gold auch aufgrund des festen Kurs des Euro gegenüber dem US-Dollar ungefähr um 48,55 €/Gramm  herum gehandelt werden. 

Zum Jahresende letzte Fed-Sitzung

Aktuell bewegt sich der Goldpreis scheinbar weiter im Spannungsfeld der oben erwähnten Verkäufe von mit Gold besicherten Produkten in den USA und physischer Nachfrage aus Asien. Ein absolutes Highlight vor der Weihnachtspause steht nächsten Mittwoch vor der Tür, nämlich das letzte Treffen der US-Notenbank 2020, in der möglicherweise zusätzliche Anleiheankäufe beschlossen werden könnten.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein gutes drittes Advents-Wochenende.

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