Gold weiter auf Rekordjagd

Marktkommentar Michael Blumenroth – 21.02.2020

Wöchentlicher Marktbericht

Diese Woche präsentierte sich das edelste aller Metalle quasi entfesselt. Die Gründe hierfür sind vielschichtig.

Zum einen sorgen die weitere Ausbreitung des Coronavirus und die Tatsache, dass dies nun wohl nahezu unausweichlich Bremsspuren der weltweiten Konjunktur insbesondere in China sowie im ersten Quartal hinterlassen wird, für die andauernde Suche nach Zuflucht in sicheren Häfen. Zwar scheinen die Aktienmärkte weiterhin davon auszugehen, dass es spätestens ab dem zweiten Quartal zu Nachholeffekten kommen wird, so dass die Konjunkturdaten wieder besser werden könnten.

Allerdings haben sich weltweit viele Aktien-Leitindizes in den vergangenen Tagen an Allzeithochs bewegt; die Goldkäufe könnten als Versicherung gegen eine Korrektur an den Aktienmärkten erfolgt sein. Der Goldbestand der ETFs und ETCs weltweit – also aller börsengehandelter Goldzertifikate – ist im Laufe dieser Woche erneut auf ein Allzeithoch gestiegen.

Abwärtstrend für Staatsanleihen

Hilfreich für den Goldpreis ist natürlich auch, dass die Marktzinsen/Renditen der Staatsanleihen weltweit aktuell wieder auf dem Rückzug sind. In den USA fielen diese auf den tiefsten Stand seit dem September 2019; in Europa ist besonders bemerkenswert, dass italienische und griechische Staatsanleihen in der zehnjährigen Laufzeit deutlich unter der Marke von 1 Prozent rentieren, was vor wenigen Wochen kaum vorstellbar erschien.

Goldpreis in Euro auf Allzeithoch

Normalerweise leidet der Goldpreis unter einem starken US-Dollar. Aktuell scheint aber gerade die Schwäche der Rohstoffwährungen und auch des Euro, der gegen den US-Dollar auf ein Dreijahrestief gefallen ist und gegen den Schweizer Franken auf ein Fünfjahrestief, zusätzliche Nachfrage nach Gold auszulösen – in vielen Währungen stieg Gold in Verlaufe der Woche auf neue Allzeithochs. So auch gegen den Euro.

Gold wird im direkten Wochenvergleich heute Morgen zirka 60 US-Dollar teurer gehandelt als am Freitagmorgen vergangener Woche. Da wurde es nämlich noch um die Marke von 1.575 $/Unze umgesetzt. Nachdem es am Freitag und Montag knapp über der Marke von 1.580 $/Unze gehandelt wurde, beschleunigte sich die Aufwärtsbewegung ab Dienstagnachmittag. Zusätzliche Käufer dürften am Mittwoch in den Markt gekommen sein, als das das im Januar erzielte siebeneinhalb-Jahreshoch um die 1.611 $/Unze übersprungen wurde, und somit charttechnisch Luft nach oben bestand. Bis heute Morgen um 9 Uhr kletterte der Goldpreis weiter aufwärts bis auf 1.636,50 $/Unze. Aktuell notiert Gold bei 1.635 $/Unze, ein Wochengewinn von mehr als 3,5 Prozent.

Der Euro handelte wieder schwächer und fiel bis auf 1,0778 €/US$, was den Preis von Xetra-Gold prozentual noch etwas mehr ansteigen ließ (zirka 4,2 Prozent), als den Goldpreis gegen US-Dollar.
So gab es wie oben erwähnt nahezu täglich neue Rekordpreise für Gold gegen Euro (bis auf 1.513 €/Unze heute Morgen) bzw. Xetra-Gold. Dessen Preis stieg während der üblichen Handelszeiten von 46,70 €/Gramm am vergangenen Freitagmorgen bis auf 48,75 €/Gramm heute Morgen zu Handelsbeginn auf Xetra. Auch aktuell notiert es weiter dort.

Stehen für Gold nun Gewinnmitnahmen an?

Gold hat momentan einfach einen Lauf. Die Frage ist, ob es irgendwann in naher Zukunft zu Gewinnmitnahmen kommen könnte. Ober ob irgendwann der Markt kurzfristig überkauft sein könnte und Positionen wieder aufgelöst werden, sobald die Nachrichten bezüglich des Coronavirus entspannter werden sollten. Aktuell scheint die Suche nach sicheren Häfen weiter dominant zu sein.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames Karnevals-Wochenende.

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