Gold strategisch einsetzen: 2. Zuverlässige Portfoliodiversifikation

Aktuelles Arnulf Hinkel, Finanzjournalist – 17.12.2020

© PantherMedia /twinsterphoto

Durch Risikostreuung können Anleger ihr Portfolio vor Verlusten schützen oder diese zumindest begrenzen. Voraussetzung dafür ist eine geeignete Auswahl verschiedener Anlagen, deren Leistung und Entwicklung möglichst unabhängig voneinander ist. Dies bedeutet, dass sie keine bzw. eine negative Korrelation zueinander aufweisen, was gar nicht so einfach ist. Europäische Aktien korrelieren beispielsweise laut MultiAsset.com nicht nur zu 0,75 mit US-Aktien und zu 0,73 mit Schwellenländeraktien, sondern auch zu 0,77 mit europäischen Hochzinsanleihen und zu 0,56 mit europäischen Investment-Grade-Unternehmensanleihen.

In Zeiten schwächelnder Aktienmärkte glänzt Gold am stärksten

Gold weist im Normalfall weder zu Aktien noch zu Anleihen oder Währungen eine Korrelation auf, den US-Dollar ausgenommen. Auf Bärenmärkten kann Gold deshalb durchaus einen signifikanten Beitrag zum Werterhalt eines ansonsten aus Aktien und Anleihen bestehenden Portfolios leisten. Die US-Fondsgesellschaft Blackrock hat 2019 die Performance von Gold in den 13 Kalenderjahren analysiert, in denen sich der S&P 500-Index negativ entwickelte: In zehn dieser 13 Jahre übertraf die Wertentwicklung von Gold den S&P500 und konnte in sieben Jahren sogar deutlich zulegen. Der World Gold Council bestätigt diesen Mechanismus in seiner kürzlich veröffentlichten Studie „Relevance of gold as a strategic asset: European Edition” auch für den europäischen Kapitalmarkt – und weist gleichzeitig auf ein bemerkenswertes Phänomen hin.

In Zeiten systemischer Krisen verstärkt sich die negative Korrelation

Während der Finanzkrise 2008/2009 sackten die Kurse von Aktien, Hedgefonds, bestimmter Staatsanleihen, Immobilien sowie der meisten Rohstoffe stark ab, während Gold in diesem Zeitraum um 24 Prozent zulegte. Die Studie des World Gold Council beobachtete darüber hinaus aber auch ein Phänomen, das der Anlageklasse Gold eigen ist: Je schneller und extremer während der Finanzkrise der EURO STOXX 50 fiel, desto stärker wurde die negative Korrelation von Gold zu diesem Index, d.h. desto besser entwickelte sich Gold.

Aus der Studie geht jedoch auch hervor, dass die Goldnachfrage in Zeiten überwiegender Hochkonjunktur langfristig eine positive Korrelation zu den Aktienmärkten entwickeln kann, wenn nämlich der allgemeine Wohlstand steigt.

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