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Gold-Recycling: der aktuelle Stand

ESG Arnulf Hinkel, Finanzjournalist – 02.05.2022

© PantherMedia /Gilles Paire
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Die London Bullion Market Association LBMA, Betreiberin des weltweit wichtigsten Spotmarktes für physisches Gold, hat in ihrer kürzlich erschienenen Studie „Spotlight on Gold Recycling“ die neuesten Zahlen und Entwicklungen auf dem Gebiet der Wiedergewinnung von Gold veröffentlicht. In den letzten zwölf Jahren lag der Anteil von Recycling-Gold am Gesamtangebot demnach bei durchschnittlich 28 Prozent – Tendenz steigend. Die Studie geht u.a. auf die Fragen ein, warum der Recycling-Anteil im Jahresvergleich stark schwanken kann und wo die größten Wachstumspotenziale liegen.

Zwei Faktoren bestimmen den Recycling-Anteil am Gesamtangebot

90 Prozent des Recycling-Goldes bestehen aus hochwertigem Altgold in Form von Schmuck. Davon stammen 70 Prozent aus Schwellenländern, wo Gold als Wertspeicher und Notgroschen dient. Als Motivation, sich von Goldschmuck zu trennen, dient in der Regel entweder ein hoher Goldpreis oder eine persönliche wirtschaftliche Notlage. 2009 kamen im Fahrwasser der Finanzkrise beide Faktoren zusammen, was sowohl in Schwellen- als auch Industrieländern eine enorm hohe Bereitschaft zum Verkauf von Schmuck auslöste. In jenem Jahr wuchs der Recycling-Anteil von Gold am Gesamtangebot auf bislang einmalige 42 Prozent.

Recycling ist der Schlüssel zu einem kleineren ökologischen Fußabdruck

Beim Gold-Recycling wird weniger als ein Zwanzigstel der CO2-Menge freigesetzt als es selbst bei der modernsten, klimafreundlichsten Minenförderung möglich ist. Da hochwertiges Altgold bereits zu 100 Prozent recycelt wird, kann der ökologische Fußabdruck von Gold nur durch die Intensivierung eines anderen Bereichs der Goldrückgewinnung weiter reduziert werden: dem Elektroschrott, der bislang laut LBMA nur 3 bis 5 Prozent ausmacht. Bei Smartphones, PCs und Kraftfahrzeugen liegen die höchsten Wachstumspotenziale. Allerdings ist das Recycling aufgrund der geringen dort enthaltenen Goldmengen bislang energieintensiv, was einer besseren Klimabilanz des gewonnenen Goldes entgegensteht. Dies könnte sich mit der Verbreitung einer neuen, deutlich klimafreundlicheren Recycling-Technologie ändern, die statt auf elektrochemische Verfahren auf das Bakterium „Cupriavidus metallidurans“ setzt. Als Grundlage dieses innovativen Recyclingansatzes diente eine Untersuchung des natürlichen Entstehungsprozesses von Goldnuggets.

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