Gold nach Fed-Sitzung gefragt

01.11.2019 - Marktkommentar

von Michael Blumenroth

Wöchentlicher Marktbericht

Diese Woche standen mehrere wichtige Ereignisse bzw. Konjunkturdaten im Kalender. Absolutes Highlight dabei war sicherlich die Sitzung der US-Notenbank am Mittwochabend. Der dabei beschlossene Zinsschritt um weitere 25 Basispunkte nach unten war zwar zuvor schon an den Märkten eingepreist gewesen, spannender war jedoch die Frage, ob die Fed nun eine Zinspause einlegen werde oder nicht.

Nach Veröffentlichung des Kommuniqués auf der Website der Fed und zu Beginn der Pressekonferenz mit Fed-Chef Jerome Powell fokussierten sich die Anleger erst einmal auf die Aussage, dass es nun wohl eine Zinspause gäbe, und dass die Wirtschaftsdaten in den USA im Allgemeinen weiterhin sehr gut seien. Dies hatte zur Folge, dass der US-Dollar anstieg, die Renditen der Staatsanleihen zulegten und der Goldpreis zunächst um knapp 10 US$ zurücksetzte.

Goldpreis-Kehrtwende während Pressekonferenz

Im Verlauf der Pressekonferenz äußerte Powell dann jedoch die Erwartung, dass die Leitzinsen auf längere Zeit nicht erhöht würden, und dass die Fed bei einer Verschlechterung der Wirtschaftsdaten durchaus die Leitzinsen weiter senken könnte. Dies sorgte für eine Kehrtwende um 180 Grad an den Märkten, insbesondere an jenen für Staatsanleihen, deren Renditen / Marktzinsen deutlich sanken. Auch der Goldpreis erholte sich noch während der Pressekonferenz deutlich und wurde schlussendlich teurer gehandelt als vor der Fed-Sitzung.

Eine Bloomberg-Meldung gestern Vormittag, die besagte, dass China daran zweifle, dass sich mit US-Präsident Trump überhaupt ein belastbarer Handelsdeal schließen lasse, sorgte für weitere Nachfrage nach sicheren Häfen. Neben dem Yen und Staatsanleihen war somit auch Gold wieder gefragt.

Satter Wochengewinn trotz Turbulenzen

In US-Dollar berechnet handelte das Gold am Freitagvormittag vergangener Woche um die Marke von 1.506 $/Unze. Es kletterte noch am Freitagnachmittag auf das bisherige Wochenhoch bei 1.518 $/Unze. Der Goldpreis gab dann aber wieder nach, rutschte am Montag unter die Marke von 1.500 $/Unze und am Dienstag, als in den USA der S&P 500 und der Nasdaq-Index neue Allzeithochs erreichten, bis auf 1.485 $/Unze. Zu Beginn der Fed-Pressekonferenz ging es dann weiter abwärts, und zwar von 1.495 auf 1.481,50 $/Unze. Wie oben erwähnt machte der Goldpreis seine Verluste noch während der Pressekonferenz wieder wett und wurde gestern bei 1.514 $/Unze umgesetzt. Beim Schreiben dieser Zeilen steigt Gold gerade wieder zurück auf genau diese 1.514 $/Unze.

Der Euro handelte im Wochenverlauf etwas fester. Dies hatte zur Folge, dass der Preisanstieg in US-Dollar durch den teureren Euro wegkompensiert wurde. Dieser kletterte zunächst während der Handelszeiten von 43,60 €/Gramm am vergangenen Freitagmorgen bis auf das Wochenhoch bei 43,95 €/Gramm am Nachmittag. Zu Beginn der Woche ging es dann abwärts bis auf 43,00 €/Gramm am Dienstag. Seit Mittwoch ging es für Xetra-Gold aufwärts bis auf 43,75 €/Gramm gestern. Heute Morgen startete Xetra-Gold bei 43,57 €/Gramm.

Ausblick: Märkte blicken weiter auf US-Wirtschaft

Heute Nachmittag wird es noch einmal spannend. Zunächst gibt es die US-Arbeitsmarktdaten, die allerdings diesmal durch den Streik bei General Motors etwas verzerrt sein sollten. Wichtiger vielleicht der ISM-Index der Industrie aus den USA: Enttäuscht dieser weiterhin, dann könnte die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung in den USA steigen, was natürlich auch dem Goldpreis helfen würde.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames, nicht allzu nasses Herbstwochenende.

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