Gold: Förderkosten seit 2016 um 26 Prozent gestiegen

Aktuelles (Werbung) Arnulf Hinkel, Finanzjournalist – 09.07.2021

Die Nachfrage nach Gold betrug 2020 nach Angaben des World Gold Council 3.759,6 Tonnen – etwas unter dem Durchschnitt der letzten 20 Jahre, in denen sich die Nachfrage meist zwischen 3.800 und 4.400 Tonnen bewegte. Grund hierfür war Covid-19 und die dadurch gesunkene Unternehmensproduktion sowie eine geringere Konsumentennachfrage nach Schmuck. Wenn man bedenkt, dass die jährliche Goldproduktion im Jahr 1900 noch bei 386 Tonnen lag und seitdem stark gestiegen ist, verwundert es nicht, dass die Förderung dieses raren Rohstoffs tendenziell immer aufwändiger und damit teurer wird.

Produktionskosten von 830 auf 1,048 US$ in nur 5 Jahren

Seit einigen Jahren veröffentlichen die meisten Goldförderunternehmen ihre AISC-Kosten: die All-in-Sustaining-Cash-Kosten, die neben den operativen Kosten des Abbaus auch die administrativen Ausgaben, Steuern, den Kapitaleinsatz für Erhaltung und Entwicklung einer Mine, die Kapitalkosten sowie die angefallenen Explorationskosten beinhalten. Im ersten Quartal 2021 lagen diese laut dem Metals Focus Gold Mine Cost Service im Durchschnitt bei 1048 US$ pro Unze Feingold und damit um 26 Prozent höher als im ersten Quartal 2016. Zwar schwanken die AISC-Kosten von Quartal zu Quartal, ein klarer Aufwärtstrend ist jedoch nicht zu übersehen.

Gewinnspanne der Goldförderer seit 2020 um 14 Prozent gesunken

Die Gewinnspanne – die Differenz von aktuellem Goldpreis und AISC-Kosten – pro Feinunze ist um durchschnittlich 14 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2020 eingebrochen (s. dazu auch den kürzlich veröffentlichten Artikel im Goldhub-Blog  von Adam Webb, Metals Focus). Neben den Corona-bedingten höheren Ausgaben z.B. für Schnelltests und andere Sicherheitsmaßnahmen, steigenden Personalkosten für hochqualifizierte Mitarbeiter zur Erschließung neuer Vorkommen sowie einem 4-prozentigen Rückgang der Förderausbeute war auch der niedrigere Goldpreis für diese Entwicklung verantwortlich. Laut Webb lagen damit bei 4 Prozent der Minenunternehmen die AISC-Kosten über dem Goldpreis.

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