Gesteigerter Risikoappetit hilft über Umwege auch den Goldpreisen

Marktkommentar Michael Blumenroth – 02.10.2020

Im Großen und Ganzen war die Woche bis dato geprägt von Dispositionen der Investoren zum Quartalsende bzw. -anfang. Dabei scheint die Mehrzahl der Investoren risikofreudig ins vierte Quartal zu starten, weshalb die Aktienindizes rund um den Globus bis Donnerstagabend in der Mehrheit anstiegen.

Aussicht auf US-Fiskalpakt lastet auf US-Dollar

 

Neben einigen Konjunkturdaten, die besonders in den USA meist über den Erwartungen lagen, standen dabei die Debatte der US-Präsidentschaftskandidaten und das zähe Ringen um ein Fiskalpaket in den USA im Mittelpunkt des Interesses. Die Marktreaktionen auf das TV-Duell Trump versus Biden waren recht kurzlebig; die Hoffnungen auf ein Billionen schweres Fiskalpaket in den USA stiegen hingegen an, nachdem Vertreter der republikanischen und demokratischen Partei die Verhandlungen darüber wieder aufgenommen hatten.

Paradoxerweise würden die Märkte das Fiskalpaket zwar als positiven Faktor, der die Aktienmärkte anschieben sollte, betrachten, den US-Dollar aber als „sicheren Währungshafen“ nicht mehr als so notwendig erachten und somit eher offerieren, weshalb die Aktienkurse in den USA steigen, der US-Dollar aber fallen könnte. Genau das war in dieser Woche offensichtlich der Fall: Der US-Dollar gab bis zum Donnerstagabend jeden Tag leicht nach. Eine Gegenbewegung zur vorhergehenden Woche also.

Goldpreis profitiert von schwächerem Dollar

Gold war aufgrund des schwächeren US-Dollar gefragt. Von 1.870 $/Unze am vergangenen Freitag setzte der Goldpreis bis auf 1.849 $/Unze am Montag zurück. Seitdem stieg der Goldpreis spiegelbildlich zum nachgebenden Kurs des US-Dollars an, und zwar bis auf 1.912 $/Unze am Donnerstagnachmittag. Zum Tagesschluss am Donnerstag notiert Gold bei 1.905 $/Unze.

Der Preis von Xetra-Gold legte im Wochenverlauf ebenfalls zu. Nachdem er während der üblichen Handelszeiten zunächst von 51,60 €/Gramm bis auf 51,10 €/Gramm am Montagvormittag gesunken war, drehte er wieder aufwärts und wurde zum Handelsschluss am Donnerstag um 52,30 €/Gramm gehandelt.

Nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten in den USA am Freitagnachmittag werden sich die Märkte in der kommenden Woche vermutlich wieder auf die US-Wahlen fokussieren. Die Goldpreise könnten sich dabei weiter nach der Entwicklung des US-Dollars richten.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames Wochenende.

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