Eine Woche für die Geschichtsbücher

Marktkommentar Michael Blumenroth – 13.03.2020

Wöchentlicher Marktbericht

Auch in der bald abgelaufenen Woche sorgte das Coronavirus für Turbulenzen an den Märkten. Und für seit langem nicht mehr in dem Ausmaß dagewesene Volatilität. Am deutlichsten zeigte sich dies an den Aktienmärkten, an denen es gestern sowohl für die drei US-Leitindizes als auch für den DAX zu den prozentual höchsten Tagesverlusten seit 33 Jahren kam, in Italien für den FTSE MIB sogar zum größten Tagesverlust aller Zeiten.

Ähnlich beeindruckend waren die Bewegungen an den Märkten für Staatsanleihen. Besonders in den USA fielen die Renditen der Staatsanleihen auf Niveaus, die sich zu Beginn des Jahres wirklich niemand hätte vorstellen können. So rentierten zeitweise sämtliche US-Staatsanleihen unter der Marke von einem Prozent; zehnjährige Staatsanleihen fielen renditemäßig bis auf 0,33 Prozent.

Warum auch ist der Goldpreis abgestürzt?

Das ist eigentlich ein Umfeld, in dem sich Gold wohlfühlen sollte. Allerdings stürzte auch der Goldpreis gestern deutlich ab. Wie schon vor kurzem an dieser Stelle angedeutet, haben die meisten Finanzkrisen ihre Ursachen in mangelnder Liquidität. Was das Gold anbelangt, wurden gestern offensichtlich massive Gold-Positionen an den Terminbörsen in New York und Chicago liquidiert. Die spekulativ orientierten Marktteilnehmer waren dabei so hohe Kaufpositionen in Gold eingegangen wie niemals zuvor. Diese Positionen wurden gestern zu einem Teil aufgelöst, um an Liquidität zu kommen. Zum einen deswegen, weil sich nach dem Goldpreisanstieg der vergangenen Wochen Gewinne mitnehmen ließen, zum anderen mussten Positionen zwangsweise aufgelöst werden, um mit den daraus erlösten Mitteln Verluste an anderen Märkten (besonders an denen für Aktien) auszugleichen. Deswegen geriet auch Gold als sicherer Hafen unter Druck.

Gold in US-Dollar aktuell um 1.582 US$/Unze

Gold wird im direkten Wochenvergleich heute Morgen somit ein ganzes Stück tiefer umgesetzt, als am Freitag vergangener Woche um diese Zeit, als der Goldpreis in US-Dollar nämlich noch bei 1.673 $/Unze lag. Nach einem Rücksetzer auf 1.642 US$/Unze am Freitagnachmittag sprang der Goldpreis auf ein neues Siebenjahreshoch in US-Dollar, nämlich auf 1.703 US$/Unze in der Nacht auf Montag. Es setzte dann wieder zurück und handelte bis zum gestrigen Donnerstag meist zwischen 1.640 und 1.680 US$/Unze, bevor es dann aus oben genannten Gründen richtig unter Druck geriet. Heute Nacht wurden im Tief 1.550 US$/Unze gehandelt; aktuell steht der Goldpreis um die 1.582 US$/Unze.

Xetra-Gold derzeit um 45,50 €/Gramm

Der Euro stieg am Montag noch fast bis auf 1,15 €/US$. Im Wochenverlauf geriet er dann jedoch deutlich unter Druck und setzte gestern auf 1,1055 €/US$ nach der EZB-Sitzung zurück. Der Preis von Xetra-Gold sank während der üblichen Handelszeiten ebenfalls recht deutlich von 47,85 €/Gramm am vergangenen Freitagmorgen bzw. dem Wochenhoch bei 48,10 €/Gramm bis auf 45,20 €/Gramm gestern Nachmittag. Seitdem ging es dann auch nur leicht wieder bergauf, auf 45,50 €/Gramm heute Morgen zum Handelsstart.

Unter Marktteilnehmern dominiert die Unsicherheit

Momentan dominiert eindeutig die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus an den Märkten. Im Fokus dürfte nun die Fiskalpolitik stehen (Liquiditätsspritzen? Steuererleichterungen? Garantien?), ebenso die Möglichkeit einer massiven weiteren Zinssenkung der US-Notenbank in der kommenden Woche.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames, frühlingshaftes Wochenende.

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