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Die Zahl des Monats: 35 Meter

Aktuelles Arnulf Hinkel, Finanzjournalist – 01.01.2021

© PantherMedia /londondeposit

Die rohstoffreichen Region Kalgoorlie Westaustralien ist geprägt durch ein extrem heißes Klima und eine ständige Wasserarmut, was die dort wachsenden Eukalyptusbäume dazu bringt, ihre Wurzeln bis zu 40 Meter in die Tiefe wachsen zu lassen, um ausreichend Wasser zum Überleben zu finden. Moment mal: 40 Meter? Weshalb heißt die Zahl des Monats dann 35 Meter? Ganz einfach: In 35 Metern Tiefe befinden sich Goldvorkommen, deren Entdeckung zur Beilegung eines jahrzehntelangen akademischen Diskurses geführt hat.

Gold, das auf Eukalyptusbäumen wächst?

Selbstverständlich hat kein Wissenschaftler jemals angenommen, dass Gold auf Bäumen wachsen könnte, obwohl in der Region Kalgoorlie regelmäßig Goldpartikel auf den Eukalyptusblättern nachgewiesen werden können. Vielmehr herrschte unter den Experten Uneinigkeit darüber, wie das Edelmetall dorthin gekommen war: Kam es aus den Bäumen selbst oder wurde es vom Wind dorthin befördert? Ein Forscherteam der Commonwealth-Forschungsorganisation CSIRO unter Leitung des Geochemikers Melvyn Lintern löste das Rätsel und veröffentlichte in der multidisziplinären wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Nature Communications“ die Ergebnisse seiner Untersuchungen. Tatsächlich konnten die Forscher nachweisen, dass die Eukalyptusbäume zusammen mit dem aufgenommenen Wasser winzige Goldpartikel in ihre Stämme saugen. Da Gold für diese Pflanzen giftig ist, versuchen die Bäume das Edelmetall wieder auszuscheiden und befördern es zu diesem Zweck in ihre Peripherie, also auf ihre Blätter.

Eine neue Methode zur Lokalisierung von Goldvorkommen? 

Der Wert der Untersuchungsergebnisse von Lintern und seinen Kollegen könnte weit über den rein akademischen hinaus gehen: Möglicherweise kann eine Analyse des Mineraliengehalts von Eukalyptusbäumen zukünftig Probebohrungen nach Goldvorkommen zumindest teilweise ersetzen – und somit nicht nur die Explorationskosten der Minenunternehmen senken, sondern auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Allerdings ist bislang noch nicht abschließend geklärt, weshalb selbst in direkter Nachbarschaft manche Bäume Gold einlagern, andere hingegen nicht.
 

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