Die Zahl des Monats: 24

 

Wenn eine Goldmünze, ein Goldarmband oder eine goldene Halskette einen Reinheitsgrad von 99,99 Prozent besitzt, spricht man von 24 Karat Gold. Der Ausdruck „Karat“ ist dem französischen Wort „le carat“ entlehnt, und dieses wiederum entstammt dem lateinischen „carratus“. Das Wort lässt sich weiter über das Arabische bis ins antike Griechenland verfolgen, wo es bereits als Maßeinheit galt. Das heutige Karat bedeutet „ein Vierundzwanzigstel“, womit der Feingoldgehalt von Schmuck oder Münzen bezeichnet wird.

 

Unterschiedliche Feinheitsgrade


Neben den genannten 24 Karat sind auch andere Feinheitsgrade verbreitet, z.B. 23,2 Karat für Thaigold, das einen Reinheitsgrad von 96,5 Prozent aufweist. Thaigold gibt es seit mehreren Tausend Jahren, da in Thailand schon sehr früh viel Gold gefördert wurde. Die historische Bezeichnung von Thailand, Siam, bedeutet nichts anderes als „Gold“.

Das im 16. Jahrhundert von Henry VIII in England eingeführte Crown Gold verbreitete sich auch in Südafrika, Bangladesch, Indien, Sri Lanka und Pakistan in Form von Barren, die mit 22 Karat einen Reinheitsgrad von 91,67 Prozent aufwiesen. Münzgold hatte früher meist einen Reinheitsgrad von 21,6 Karat, was einem Feingoldanteil von 90 Prozent entsprach. Moderne Goldmünzen werden allerdings üblicherweise mit einem Reinheitsgrad von 99,99 Prozent hergestellt, d.h. 24 Karat Gold. In arabischen Ländern der Golfregion ist das sogenannte „Gold 875“ verbreitet: Dieses ist entsprechend mit 21 Karat ausgezeichnet.

Karat bei Schmuck

Während auf Goldbarren heute der Feindgoldanteil in Prozent angegeben ist, in der Regel 99,99 Prozent, wird die Reinheit bei Schmuck oder Golduhren auch in unserer Zeit noch in Karat eingeprägt. Als Abkürzung wird dabei nicht die in der Literatur übliche Abkürzung „kt“ verwendet, sondern ein „C“. Auch die Reinheit von Diamanten wird in Karat gemessen. Hier findet allerdings ein sogenanntes „metrisches Karat“ Anwendung, eine Maßeinheit, die erst 1875 nach der Meterkonvention eingeführt wurde.

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