Die Zahl des Monats: 20 Milliarden

Wenn es stimmen sollte, dass Gold eine geradezu erotische Anziehungskraft besitzt, trägt der Asteroid Eros seinen Namen absolut zu Recht: Der 34 Kilometer lange, auberginenförmige Himmelskörper beherbergt laut einem Bericht der BBC nicht weniger als 20 Mrd. Tonnen Gold. Auch der Rest des Asteroiden kann sich sehen lassen: Neben enormen Mengen Aluminiums weist Eros ebenfalls rund 20 Mrd. Tonnen Platin auf. Eros ist somit eine fliegende Schatztruhe.

Ein himmlisches Vermögen

1998 gelang es Wissenschaftlern der NASA, Eros genauer zu untersuchen, als sich die speziell dafür entwickelte und 1996 entsandte Raumsonde NEAR Shoemaker (Abk. für Near Earth Asteroid Rendezvous) dem Asteroiden bis auf 1.200 km näherte, um erste Bilder von Eros zu schießen. Erst 2001 gelang es der Sonde, auf dem Asteroiden zu landen und diesen umfassend zu analysieren. Umfangreiches Datenmaterial konnte rechtzeitig zur Erde gesendet werden, bevor der Kontakt zu NEAR Shoemaker endgültig abbrach. Eros ist nach Ansicht der NASA ein typischer Vertreter der steinernen Meteoriten mit 3-prozentigem Metallanteil, wie sie regelmäßig auf die Erde stürzen. Das würde bedeuten, dass geradezu unvorstellbare Mengen an Gold im Weltraum schweben.

Folgt ein galaktischer Goldrausch?

Unternehmen wie Space Adventures arbeiten bereits fieberhaft daran, die Goldgewinnung im All möglich zu machen. Technisch wäre dies nach Überzeugung zahlreicher Experten wohl in absehbarer Zeit möglich, allerdings ist das Problem der Rentabilität noch völlig ungelöst. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" äußerte sich der Experte Jeff Kargel, Geologe an der University of Arizona, USA, eher verhalten zu diesem Thema und bremste überzogene Erwartungen: Seiner Überzeugung nach könnte eine kommerzielle und profitable Erschließung außerirdischer Rohstoffe frühestens 2050 Realität werden, wahrscheinlich aber noch vor Ablauf des Jahrhunderts.

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