Der Goldpreis handelt in Euro betrachtet zeitweise auf neuen Allzeithochs

30.08.2019 - Marktkommentar

von Michael Blumenroth

Wöchentlicher Marktbericht

Hatte ich vergangenen Freitag an dieser Stelle noch gesagt, dass die Woche etwas ruhiger war als die vorherigen, so änderte sich dies bereits am Nachmittag.

Zunächst kündigte China am Freitagnachmittag neue Zölle an, die eine Reaktion auf die US-Zölle sein sollen, welche zum Teil an diesem Sonntag in Kraft treten werden. Nur kurze Zeit und vermutlich einige Wutanfälle später schlug Donald Trump zurück und erhöhte die Zölle auf bisher schon mit Zöllen belegte Produkte weiter. Zwar hatte China vor einiger Zeit schon einmal eine Reaktion dieser Art angekündigt gehabt. Die allermeisten Händler inklusive des Autors dieser Zeilen hatten diese aber nicht mehr so richtig auf dem Schirm.

Dies sorgte für ordentliche Kursverluste an den US-Aktienbörsen und eine prompte Nachfrage nach sicheren Häfen – Yen, Franken, Staatsanleihen und Gold waren wie meist in solchen Situationen begehrt.

Inverse Zinskurve: ein Rezessionssignal?

Nachdem beim G7-Gipfel in Frankreich am Wochenende eher leicht versöhnliche Töne aus der US-Delegation zu vernehmen waren, entspannte sich die Lage etwas. Allerdings haben weiterhin Konjunktursorgen die Märkte fest in den Klauen. Sichtbares Zeichen des Ganzen ist, dass seit Mittwoch die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen über derjenigen zehnjähriger liegt. Sollte sich dies verstetigen, dann deutet das möglicherweise auf eine Rezession in  den USA hin – zumindest in der Vergangenheit war es so.

Die Rendite/Marktzinsen 30-jähriger US-Staatsanleihen fiel auf ein neues Rekordtief knapp über 1,9 Prozent. Diejenige 10-jähriger deutscher Bundesanleihen erzielte gestern ebenso ein Allzeittief wie diejenige italienischer Staatsanleihen. Mit anderen Worten: Die Marktzinsen sind weltweit weiter auf dem Rückzug. Dies stützt natürlich das zinslose Gold enorm.

Gold steigt auf neues Allzeithoch

Andererseits hat im Wochenverlauf mit dem leicht wieder aufkeimenden Optimismus hinsichtlich einer marktfreundlichen Entwicklung im Handelsstreit der US-Dollar ein ganzes Stück zugelegt. Dies lastete etwas auf dem Goldpreis, der mit dem leicht schwächeren Euro allerdings somit im Wochenverlauf ein neues Allzeithoch gegen den Euro bei 1.399 €/Unze erzielen konnte. Und auch gegen andere Währungen stieg der Goldpreis im Wochenverlauf auf Rekordhochs.

In US-Dollar betrachtet handelte das Gold am Freitagvormittag vergangener Woche bei 1.496 $/Unze. Schon am Freitagnachmittag kletterte der Goldpreis dann aber in Reaktion auf die erneute Eskalation im Handelsstreit bis auf 1.530 $/Unze aufwärts. In der Nacht zu Montag bekam der Goldpreis einen neuen Schub und kletterte auf das neue Sechseinhalb-Jahreshoch bei 1.555 $/Unze. Seitdem bewegt er sich auf und ab zwischen 1.520 $/Unze und 1.550 $/Unze. Trotz des vorsichtigen Optimismus im Handelskonflikt hält sich Gold somit recht ordentlich – begleitet von Silber und Platin, die im Wochenverlauf ebenfalls ein ganzes Stück gewannen. Aktuell bewegen wir uns bei 1.530 $/Unze, also mehr als zwei Prozent höher als am vergangenen Freitag.

Der Euro handelte diese Woche gegen den US-Dollar zunächst in einer extrem engen Spanne, rutschte dann aber bis dato nachhaltig unter die Marke von 1,11 €/US$.

Wochengewinn für Xetra-Gold

Von 43,50 €/Gramm am Freitagvormittag vergangener Woche kletterte der Xetra-Gold-Preis bis zum gestrigen Donnerstag nahezu kontinuierlich aufwärts bis auf 44,96 €/Gramm gestern Morgen. Dies war ein neues Allzeithoch. Mit dem nun etwas schwächeren Goldpreis in US-Dollar gab auch Xetra-Gold leicht nach. Heute Morgen startet es bei circa 44,60 €/Gramm.

Der Goldpreis sollte weiterhin der Entwicklung an den Anleihemärkten und dem Kurs des US-Dollar folgen. Hier warten wir nun vielleicht auf die Notenbanksitzungen im September. Am Montag gibt es erst einmal einen Feiertag in den USA.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames, schönes Wochenende.

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