Der Goldpreis handelt etwas schwächer aber meist um die Marke von 1.500 US$/Unze

23.08.2019 - Marktkommentar

von Michael Blumenroth

Wöchentlicher Marktbericht

In der bald abgelaufenen Woche war das Marktgeschehen etwas ruhiger als in den beiden Vorwochen. Und es zeichnete sich eine leichte Entspannung hinsichtlich der Befürchtungen über eine weltweit schwächelnde Konjunktur ab.

So wagten die Aktienmärkte zaghafte Erholungsversuche. Ebenso erholten sich die Renditen der Staatsanleihen etwas von ihren zyklischen bzw. Allzeit-Tiefs der vergangenen Woche. In den USA wurden an den Märkten dabei die Zinssenkungserwartungen an den Terminbörsen etwas ausgepreist. Wurde vor knapp zwei Wochen noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent eingepreist, dass die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen am 18. September um 50 Basispunkte senken wird, so ist diese Wahrscheinlichkeit aus Marktsicht mittlerweile auf null gesunken. Immerhin wird weiterhin fest eine Zinssenkung um weitere 25 Basispunkte erwartet.

Beim Notenbank-Treffen: alle Augen auf Powell

Hier werden die Märkte heute Nachmittag dem Fed-Vorsitzenden Jerome Powell gespannt lauschen, wenn dieser in Jackson Hole die Eröffnungsrede zum Treffen der Notenbanker hält. Wobei natürlich fragwürdig erscheint, ob er sich gut drei Wochen vor dem nächsten Treffen der US-Notenbanker/-innen auf irgendetwas festlegen kann – zumal die Meinungen hinsichtlich der Zinssenkung am 31. Juli im Gremium recht gespalten waren.

In Deutschland wurde zwar erstmalig in der Geschichte eine 30-jährige Bundesanleihe neu aufgelegt, die zu einer Rendite von 0,00 Prozent emittiert und dann zu einem negativen Zinssatz verauktioniert wurde. Allerdings stiegen auch hierzulande und in den meisten europäischen Staaten die Renditen im Wochenverlauf ein ganzes Stück an.  Dies gepaart mit einem im Wochenverlauf fast Tag für Tag etwas stärker werdenden US-Dollar übte sanften Druck auf den Goldpreis aus.

Gold in US-Dollar und Euro im Wochenvergleich schwächer

In US-Dollar betrachtet handelte das Gold am Freitagvormittag vergangener Woche bei 1.515 $/Unze. Dieses Niveau markierte denn auch ungefähr den Höchstpreis der letzten Tage. Es ging abwärts bis auf 1.493 $/Unze gestern. Wobei der Goldpreis jeden Tag auch zumindest eine Zeitlang über der Marke von 1.500 $/Unze gehandelt wurde. Aktuell bewegen wir uns allerdings etwas tiefer bei 1.496 $/Unze, also mehr als ein Prozent tiefer als am vergangenen Freitag.

Der Euro handelte diese Woche gegen den US-Dollar in einer extrem engen Spanne, meist etwas unter der Marke von 1,11 €/US$. Hier sind die leicht schwindenden Zinssenkungsphantasien in den USA sicherlich ein wichtiger Faktor.

Von 43,95 €/Gramm am Freitagvormittag vergangener Woche kletterte der Xetra-Gold-Preis am Nachmittag noch einmal kurz auf die Marke von 44 €/Gramm. Als der Goldpreis in US-Dollar absackte, gab auch Xetra-Gold bis auf  das Wochentief bei 43,30 €/Gramm am Montagnachmittag ab. Mit dem anschließend etwas schwächeren Kurs des Euro kletterte der Xetra-Gold-Preis dann im Wochenverlauf wieder aufwärts. Heute Morgen startet Xetra-Gold bei circa 43,50 €/Gramm. Dies ist immerhin  nicht viel mehr als zwei Prozent vom bisherigen Hoch bei 44,55 €/Gramm vom Jahr 2012 entfernt.

Gold orientiert sich weiter an Anleihemärkten

Der Goldpreis sollte weiterhin der Entwicklung an den Anleihemärkten folgen. Und dabei auch ein Auge auf den Kurs des US-Dollar werfen. Sollte Jerome Powell heute Nachmittag aus irgendeinem Grund die Zinssenkungs-Spekulationen weiter dämpfen, wäre dies natürlich nachteilig für den Goldpreis. Befeuert er sie allerdings aufs Neue, würde dies Gold stützen. Zumal der Markt wegen eines Feiertags in London am Montag etwas dünner als gewöhnlich besetzt sein könnte.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames, spätsommerlich-schönes Wochenende.

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