Coronavirus bewegt die Märkte weiterhin

Marktkommentar Michael Blumenroth – 31.01.2020

Wöchentlicher Marktbericht

Auch in dieser Woche gab es zwei aus fundamentaler Sicht wichtige Ereignisse, die an den Märkten üblicherweise mit großer Aufmerksamkeit beachtet werden. Nämlich die Sitzung der US-Notenbank – diese verlief völlig ereignislos – und die letzte Sitzung der Bank of England unter dem Vorsitzenden Mark Carney. Hier waren die Analysten im Vorfeld gespalten, ob es zu einer Zinssenkung kommen würde. Diese blieb schließlich aus, was das Pfund Sterling stärkte.

Der Fokus von Investoren lag allerdings weiterhin auf der Ausbreitung des Coronavirus und deren potentielle Implikationen auf die weltweite Konjunktur. Dass in China die Neujahrsferien bis zum kommenden Montag verlängert und einige Regionen nahezu abgeriegelt wurden, war für viele Investoren ein besorgniserregendes Signal, was die chinesische Konjunktur betrifft. Das BIP-Wachstum in China im 1. Quartal könnte nun schwächer als erwartet ausfallen. Die Frage ist, inwieweit diese Konjunktureintrübung nachhaltig wäre, oder ob es nur bei einer vorübergehenden Delle bleibt. Und ob sich das Virus auch weiter über den Erdball verbreitet und somit auch andere Regionen konjunkturell schwächt.

Zufluchtsort sichere Häfen

Hier schwankte die Stimmungslage der Anleger quasi im Tagesrhythmus von entspannt zu extrem besorgt und zurück. Besonders am Montag und während der asiatischen und europäischen Handelszeit gestern dominierte die Furcht, deutlich abzulesen an zurücksetzenden Aktienmärkten und sehr schwachen Kursen für die Ölsorten und für Basismetalle wie Kupfer. Gold hingegen profitierte ebenso wie Staatsanleihen, Yen und Franken zeitweise von der Suche nach sicheren Häfen, gab dann aber immer wieder etwas nach, wenn die Investoren entspannter auf die Lage blickten.

Gold mit einem Prozent Wochengewinn

Gold wird im direkten Wochenvergleich gut ein Prozent teurer gehandelt als am Freitagmorgen vergangener Woche. In US-Dollar betrachtet handelte es nämlich um die Marke von 1.558 $/Unze. Mit dem starken Anstieg der Zahl der Coronavirus-Infizierten in China über das Wochenende sprang Gold gleich zum Handelsstart am Montag auf das Wochenhoch bei 1.588,50 $/Unze. Nachdem die Märkte sich etwas vom Panikmodus erholt hatten, fiel Gold bis Mittwochmorgen auf 1.564 $//Unze zurück, um gestern Abend wieder über 1.585 $/Unze zu handeln, nachdem sich die Sorge in den Märkten wieder verstärkte. Nach einem erneuten Rücksetzer heute Nacht notiert Gold aktuell bei 1.577 $/Unze.

Der Euro handelte im Wochenverlauf gegen den US-Dollar auf einem Dreimonatstief, hat sich jedoch seither wieder leicht erholt.

So legte denn auch Xetra-Gold ein ganzes Stück zu. Während der üblichen Handelszeiten stieg der Preis von 45,35 €/Gramm am vergangenen Freitagmorgen bis auf 46,25 €/Gramm am Montagmorgen bzw. gestern Früh. Heute Morgen notiert er zum Handelsbeginn auf Xetra ungefähr bei knapp 46,00 €/Gramm.

Nachdem das Coronavirus die Märkte nun hartnäckiger beschäftigt als ich es letzte Woche noch erwartet hatte, wird das Thema wohl auch zu Beginn der kommenden Woche im Scheinwerferlicht bleiben. Mit dem Startschuss zu den Vorwahlen der demokratischen PräsidentschaftsbewerberInnnen in Iowa am Montag gewinnt auch das Thema US-Präsidentschaftswahl allmählich an Fahrt.
Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich trotz der eher bescheidenen Wettervorhersage ein schönes Wochenende.

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