Aufgrund des morgigen Feiertags greife ich auch diese Woche bereits am Mittwoch zur (elektronischen) Feder. Vorab noch einmal den Müttern nachträglich alles Gute zum Muttertag am vergangenen Sonntag, allen Vätern ebenfalls alles Gute zum morgigen Vatertag – unsereiner lässt den Bollerwagen in der Ecke, schließlich steht am Wochenende mal wieder ein Marathonlauf auf der Agenda.
Nahostkonflikt belastet weiterhin Finanzmärkte
Zu einem Marathon entwickelt sich auch der Konflikt im Nahen Osten – trotz der nun knapp fünfwöchigen Waffenruhe. Nur kommt man beim Laufen wenigstens Schritt für Schritt dem Ziel näher, wohingegen Fortschritte in Form einer Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran in den vergangenen Tagen weiterhin in eher winzig kleinen Schritten erfolgten. Aufgrund einer zuletzt wieder verschärften Rhetorik und der deutlichen Ablehnung eines Vorschlagpapiers des Iran durch US-Präsident Donald Trump neigten die Finanzmärkte in den vergangenen Tagen meist dazu, auf risikoavers zu schalten – abzulesen primär an dem kräftigen Anstieg der Ölpreise zum Wochenbeginn.
Inflationsdaten und Zinserwartungen treiben Anleiherenditen
Sowohl der Ölpreisanstieg als auch die gestern veröffentlichten Daten zur Inflation der Verbraucherpreise in den USA im April, die mit 3,8 Prozent etwas über dem Marktkonsens lag, sorgte für einen erneuten Anstieg der Renditen der Staatsanleihen, sowie ein robusteres Einpreisen potenzieller Leitzinserhöhungen von Notenbanken wie der EZB oder der Bank of England. In der vergangenen Woche hatten bereits die Notenbanken Australiens und Norwegens die Leitzinsen erhöht, bei der EZB könnte dies im Juni auf der Agenda stehen. Zudem erhielt auch der US-Dollar durch die robusten Verbraucherpreisdaten aus den USA leichten Rückenwind. Kein Wunder also, dass der Goldpreis in seinem Aufwärtsstreben in dieser Woche etwas gebremst wurde.
Gold in US-Dollar weitgehend stabil
Handelten diese am Mittwochmittag vergangener Woche nach einem robusten Tagesanstieg noch bei rund 4.710 US$ pro Unze und zum Wochenschluss bei 4.715, ließen sie dieses Niveau auch in den kommenden Tagen nicht aus den Augen. Nach einem Wochentief bei rund 4.640 US$ am Montag (starker Anstieg der Ölpreise) und einem bisherigen Wochenhoch über 4.770 am Dienstag wird Gold beim Schreiben dieser Zeilen bei 4.712 US$ je Unze nahezu exakt auf dem Niveau der Vorwoche gehandelt.
Xetra-Gold mit ähnlicher Kursentwicklung
Der Xetra-Gold-Preis veränderte sich ebenfalls wenig, wobei der zum US-Dollar zeitweise etwas stärkere Euro einen leichten Einfluss auf die Notierungen hatte. legte ebenfalls zu: Während der üblichen Handelszeiten ging es von 128,70 € je Gramm am vergangenen Mittwochmittag aufwärts bis auf rund 130,10 am Donnerstagnachmittag. Am Freitag und Montag ging es dann aber wieder retour auf ein Wochentief bei 127,10, wovon es dann aber auch schnell wieder aufwärts ging. Zum heutigen Handelsauftakt dürfte der Preis ungefähr bei 129,00 € pro Gramm notieren, also ebenfalls auf dem Niveau des vergangenen Mittwochs.
Treffen zwischen USA und China
Die Märkte warten gespannt auf das morgige Treffen der Präsidenten der USA und Chinas, Trump und Xi, auch in Anbetracht der Frage, ob dort über eine Lösung für eine nachhaltige Deeskalation im Nahen Osten diskutiert werden könnte.
Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen, möglichst regenfreien Feiertag und eventuell gar ein schönes langes Wochenende.