Was Halloween traditionell mit Gold verbindet

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Während Gold in Asien eine wichtige Rolle bei Hochzeiten, etwa in Indien, sowie bei großen Festivitäten wie dem chinesischen Neujahrsfest spielt, ist es im Westen eher die Weihnachtszeit, die sehr golden daherkommt: vom Lametta bis zu den Christbaumkugeln. Zu Halloween denkt man eher an Schwarz und Orange, auch wenn in diesem Jahr konservativ geprägte Lifestyle-Portale wie MarthaStewart.com Gold statt Orange für Dekoration und Halloweenkostüme propagieren. Die echte Verbindung von Gold und Halloween geht jedoch auf die Ursprünge des Festes zurück, genauer gesagt bis ins 15. Jahrhundert.

Souling: Ursprung von Trick or Treat

Der Brauch, verkleidet von Tür zu Tür zu ziehen und Geschenke einzufordern, stammt aus Irland und dessen Nachbarstaaten. Auch in deutschsprachigen Ländern erfreute sich das Souling bereits früh einer gewissen Beliebtheit, besonders in Bayern und Österreich. Die Menschen, die beim Souling umherzogen, waren in aller Regel sehr arm. Sie beteten in den besuchten Haushalten für Verstorbene und erhielten dafür traditionell sogenannte Soul Cakes. Wohlhabende Hausbesitzende schenkten den Armen jedoch oft auch Geld, manche sogar die heißbegehrten Goldmünzen, die bereits seit 550 vor Christus als offizielles Zahlungsmittel galten.

Halloween: Re-Import aus den USA

In Übersee wurde aus dem Souling im Lauf der Jahrhunderte der heutige spielerische Brauch, bei dem Kinder mit dem Schlachtruf „Trick or Treat“ von Hausbesitzenden Süßigkeiten jeder Art fordern. In Deutschland lautet der Ruf „Süßes, sonst gibt es Saures!“. Er ist in den letzten Jahrzehnten auch in Europa wieder populär geworden, ebenso wie das Feiern von Halloween selbst. Sogar das gruselige Verkleiden an Halloween stammt ursprünglich aus Europa: Die Menschen hatten Angst, beim Souling von Geistern geplagt zu werden, und kleideten sich deshalb möglichst abschreckend. Halloween und damit das Trick-or-Treating sind zumindest geografisch zu ihren Ursprüngen zurückgekehrt.