Recycling-Gold für eine bessere Klimabilanz

Die Zahl des Monats April: 30 Milligramm

Wissen Sie, wieviel Gold ungenutzt in Deutschlands Schubladen liegt?
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30 Milligramm

Laut dem Statistikportal Statista sind zurzeit rund 3,5 Milliarden Smartphones weltweit in Betrieb – und die meisten Nutzer wissen nicht, dass sie damit gleichzeitig auch im Besitz von Gold sind. In nahezu allen modernen Kommunikationsgeräten und smarten Alltagstechnologien, aber auch in Kraftfahrzeugen, ist das Edelmetall aufgrund seiner besonderen Eigenschaften verbaut. In einem handelsüblichen Smartphone finden sich durchschnittlich 30 Milligramm Gold. Das klingt zunächst einmal nicht sehr beeindruckend, aber das Gold aller Althandys, die ungenutzt in Schubladen allein in Deutschland herumliegen, summiert sich auf geschätzt 6 Tonnen.

 

Smartphone-Recycling ist ein wichtiger Bestandteil von Urban Mining

Der monetäre Wert von 30 Milligramm Gold ist nicht groß: Bei rund 49 € pro Gramm Gold sind dies gerade mal 1,47 €. Der Beitrag zur Nachhaltigkeit ist bedeutender. Eine Tonne alter Smartphones enthält nämlich 300-mal mehr Gold als eine Tonne gefördertes Golderz. Zur Herstellung von einem einzigen Kilo Gold müssen rund 200 Tonnen Erz gefördert werden. Im Herstellungsprozess werden dann selbst bei Einsatz modernster, umweltverträglichster Technologien bis zu 16 Tonnen CO2 freigesetzt. Dagegen beträgt die CO2-Emission bei der bislang recht aufwändigen Rückgewinnung von Gold aus Elektroschrott wie Smartphones nur rund eine Tonne. Noch günstiger fällt die Klimabilanz aus, wenn ein Kilo Gold zu 100 Prozent aus recyceltem Altgold – z.B. aus Zahngold oder Goldschmuck – gewonnen wird. Hierbei werden sogar nur 53 kg CO2 freigesetzt. Das sind gerade mal 0,3 Prozent des CO2-Ausstoßes der klassischen Goldförderung.

 

Nicht alle Gold-Recycling-Quellen werden heute genutzt

Während Zahngold und Gold aus chemischen Produktionskreisläufen zu 100 Prozent wiederverwendet wird und auch alle ordnungsgemäß entsorgten Smartphones recycelt werden, fahren auf Europas Straßen 260.000 Fahrzeuge, von denen die wenigsten bei Verschrottung in den Recycling-Kreislauf integriert werden. Ungenutzt bleiben dadurch rund 440 Tonnen Gold.

Davon abgesehen steigt der Anteil von recyceltem Gold an der Gesamtproduktion kontinuierlich und liegt heute bei ca. 27 Prozent. In Krisenzeiten kann der Anteil von recyceltem Gold aber auch durchaus höher ausfallen und kurzzeitig Spitzenwerte erreichen. Während der Finanzkrise 2009 lag er beispielsweise bei 42 Prozent.

 

Arnulf Hinkel
Finanzjournalist

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