Woche der Zentralbanken bewegt Gold wenig

20.09.2019 - Marktkommentar

von Michael Blumenroth

Wöchentlicher Marktbericht

Mit Spannung hatten die Marktteilnehmer auf die Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch dieser Woche gewartet. Hierbei hatten viele Auguren auf klare Aussagen der Männer und Frauen der Fed gehofft, dass die US Notenbank weiter auf dem Pfad der Zinssenkungen voranschreiten wird. Zwar senkte die Fed wie erwartet die Leitzinsen um 25 Basispunkte, ließ sich doch nicht zu klaren Aussagen hinreißen, ob es in Zukunft zu weiteren geldpolitischen Maßnahmen kommen könnte. Im Gegenteil: Die Prognosen der Fed laufen aktuell auf unveränderte Leitzinsen bis Ende 2020 hinaus. Wobei dies nur das rechnerische Mittel ist. Eine lediglich knappe Minderheit sagt aktuell eine weitere Zinssenkung für 2019 voraus.

Leitzinsen weltweit auf Talfahrt

Auch die Notenbanken Japans, der Schweiz, Großbritanniens, Norwegens, Brasiliens, usw. tagten im Wochenverlauf. Dabei wurden teilweise neue geldpolitische Maßnahmen vollzogen, teilweise angedeutet. Meistens handelt es sich dabei eher um mögliche Zinssenkungen (nur Norwegen hat diese Woche den Leitzins leicht erhöht, aber angekündigt, dass dies die letzte Erhöhung ist). Im Allgemeinen scheint Geld also weiterhin eher billiger zu werden, was die globalen Leitzinsen anbelangt.

Angriffe auf Ölanlagen treiben Anleger zunächst in sichere Häfen

Der zweite Aufreger dieser Woche war der Angriff auf die saudi-arabischen Öl-Raffinerien am vergangenen Samstag. Hier kam es zur Markteröffnung Montagnacht zu nahezu panikartigen Käufen in Öl-Futures. So stieg der Preis für Brent um nahezu 20 Prozent an, bevor sich im Laufe des Tages der Blutdruck unter den Händlern wieder auf Normalmaß senkte. Erwartungsgemäß profitierte Gold als sicherer Hafen von den ursprünglichen Bewegungen an den Ölmärkten.

Gold behauptet such über der Marke von 1.500 US$

In US-Dollar betrachtet handelte das Gold am Freitagvormittag vergangener Woche um die Marke von 1.500 $/Unze. Es fiel bis zum Wochenschluss zwar auf 1.485 $/Unze zurück; kletterte dann aber am Montagmorgen wegen der Ölpreisentwicklung bis auf 1.512 $/Unze. Nachdem sich hier die Lage etwas beruhigt hatte, hieß es für den Goldpreis bis zum Mittwochabend, zwischen 1.495 und 1.505 $/Unze hin- und her zu handeln. Unmittelbar vor dem Beginn der Fed-Sitzung wurde Gold noch einmal bei 1.511 $/Unze umgesetzt. Nur um gleich nach der Sitzung (wir erinnern uns: Die Fed-Mitglieder prognostizierten im Mittel bis Ende 2020 keine weitere Zinssenkung) auf das Wochentief bei 1.483,50 $/Unze zu sinken.  Am Donnerstag und heute Morgen setzte sich an den Märkten die Erkenntnis durch, dass die Aussagen der US-Notenbank nicht in Stein gemeißelt sind. So sanken die Renditen in den USA leicht, und Gold konnte wieder etwas zulegen. Aktuell wird es um die 1.505 $/Unze herum gepreist.

Gold in Euro leicht über dem Vorwochenniveau

Der Euro handelte diese Woche gegen den US-Dollar wie meist in letzter Zeit in einer sehr engen Handelsspanne, so dass der Währungseinfluss auf Xetra-Gold gering bleibt. Von 43,70 €/Gramm am Freitagvormittag vergangener Woche bzw. 43,30 €/Gramm am Freitagabend kletterte der Xetra-Gold-Preis bis zum Montagabend aufwärts bis auf circa 44,00 €/Gramm. Mit dem etwas schwächeren Goldpreis in US-Dollar und der Tatsache, dass sichere Häfen im Wochenverlauf nicht mehr so gefragt waren, gab auch der Preis von Xetra-Gold etwas nach und startete heute Morgen bei circa 43,75 €/Gramm.

In der kommenden Woche dürfte der Handelskonflikt USA-China sich allmählich wieder etwas in den Vordergrund schieben. Schauen wir mal, ob sich hier irgendwann eine Lösung abzeichnet.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames, spätsommerliches Wochenende.

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