Starker US-Dollar lastet ebenso auf den Goldpreisen wie die steigenden US-Renditen

Marktkommentar Michael Blumenroth – 06.10.2017

Wöchentlicher Marktbericht

Mehr oder weniger eine Déjà Vu zur Vorwoche. Ähnlich wie in der letzten Septemberwoche, so zeigte der US-Dollar auch in der ersten Oktoberwoche Stärke. So legte der US-Dollar-Index DXY, welcher die relative Stärke des US-Dollar gegen die anderen neun G10-Währungen misst, ein weiteres Prozent zu.

Gründe hierfür waren weiter geschürte Erwartungen an eine große Steuerreform in den USA ebenso wie diverse Mitglieder der US-Notenbank Fed, welche die Ansicht äußerten, dass die von der Fed geplanten Zinserhöhungen im Dezember 2017 und im Jahre 2018 weiterhin wie geplant auf der Agenda stünden. Im Februar 2018 wird der Posten des/der Vorsitzenden der US-Notenbank neu zu besetzen sein. Kurzfristig hatte sich Ende vergangener Woche Kevin Warsh auf die Pole Position des Favoriten für diese Stelle geschoben. Dieser gilt nicht gerade als Freund zu lockerer Geldpolitik, was dem US-Dollar dann auch etwas Rückenwind verlieh. Zudem stiegen die Renditen (Marktzinsen) in den USA weiter an, was dem Goldpreis ebenfalls nicht gerade zuträglich war.

Der Euro geriet zusätzlich unter Druck, da nach dem Ausgang des Referendums in Spanien sich insbesondere in Übersee Unsicherheit breit machte, und Anlagegelder – zumindest vorübergehend – aus Südeuropa abgezogen wurden.

In US-Dollar betrachtet handelte Gold am Freitag vergangener Woche noch bei 1.288 US$/Unze. Abgesehen von einer kleinen Gegenbewegung am Mittwoch setzte der Goldpreis im Laufe der Woche recht kontinuierlich zurück bis auf 1.267 US$/Unze. Aktuell handelt er ein bisschen fester bei 1.269 US$/Unze. Generell hielten sich die Preisbewegungen aber diese Woche im Rahmen.

Durch den schwächeren Kurs des Euro gegen den US-Dollar hielten sich die Wochenverluste des Xetra-Goldpreises eher in Grenzen. Von 35,10 €/Gramm am vergangenen Freitag gab der Xetra-Goldpreis zunächst auf 34,80 €/Gramm am Mittwochnachmittag nach. Im weiteren Verlauf der Woche legte er dann noch einmal auf 35,05 €/Gramm zu und notiert aktuell bei 34,90 €/Gramm und somit marginal höher als am Freitag vor zwei Wochen.

Heute Nachmittag gibt es zwar die US-Arbeitsmarktdaten, welche allerdings wegen der Hurrikans Irma und Harvey nicht sehr aussagekräftig sein sollten. Wichtiger wird sein, was in den kommenden Tagen aus der US Regierung hinsichtlich der Steuerreform und des neuen Fed-Vorsitzenden nach außen dringt.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames, sturmfreies Wochenende.

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