Schaukelbörsen halten an

Marktkommentar Michael Blumenroth – 27.05.2022

Wöchentlicher Marktbericht

Nachdem gestern die Straßen und Wege mit Bollerwagen nur so gepflastert waren, dürften nun im Vorfeld der vielen Feiertage rund um den Globus in der kommenden Woche (u.a. Montag in den USA, Donnerstag und Freitag in Großbritannien) und des nahenden Monatsendes einige Marktteilnehmer möglicherweise versucht sein, ihre Positionen etwas zu verringern. Im Laufe dieser Woche könnte es schon dazu gekommen sein, denn die Marktbewegungen zu Wochenbeginn wurden zum Teil wieder nivelliert.

Woche startet mit Rückenwind für Gold und Euro

An den Aktienbörsen hatte es zu Wochenbeginn erneut insbesondere die Technologieaktien getroffen, nachdem ein Unternehmen aus dem Bereich Social Media vor einem Gewinnrückgang im zweiten Quartal warnte, was für einen Kursverlust um mehr als ein Drittel bei der betreffenden Aktie sorgte. Die anhaltenden Inflations-, Zins und Rezessionsbefürchtungen lasteten insbesondere auf den US-Märkten. Der Goldpreis profitierte in der ersten Wochenhälfte davon. Auch die wieder etwas sinkenden Kapitalmarktzinsen in den USA und der etwas nachgebende US-Dollar stützten das edelste aller Metalle. Der Euro wiederum profitierte von einem Blog-Beitrag von EZB-Präsidentin Christine Lagarde, in dem diese erstmals konkret die Ansicht äußerte, dass eine Zinserhöhung im Juli ebenso angemessen sei wie ein Ende der negativen Einlagezinssätze zum Ende des dritten Quartals. Die Märkte preisten daraufhin vier Erhöhungen des Einlagezinssatzes zu jeweils 0,25 Prozentpunkten bis zum Jahresende ein, was dem Euro Rückenwind verlieh.

Wochenmitte: Aktienmärkte legen zu, Gold gibt nach

Das am Mittwochabend veröffentlichte Protokoll der letzten Sitzung lieferte dann keine Hinweise auf möglicherweise aggressivere Zinserhöhungen der US-Notenbank als momentan eingepreist. Im Gegenteil, einige Händler lasen eine etwas behutsamere Vorgehensweise im zweiten Halbjahr aus den Zeilen heraus. Die Aktienmärkte nahmen dies wohlwollend zur Kenntnis und legten am Mittwoch und Donnerstag oft recht ordentlich zu. Kaufpositionen in Gold wurden hingegen in geringem Maße wieder aufgelöst.

Gold in US-Dollar im Wochenvergleich leicht gestiegen, in Euro schwächer 

Der Goldpreis notierte am Freitag vergangener Woche morgens bei 1.846 US$ pro Unze. Nach einem Rücksetzer auf 1.833 am Freitagnachmittag kletterte der Goldpreis bis Dienstagnachmittag auf ein Wochenhoch bei 1.870. Mit den sich erholenden Aktiennotierungen setzte er allerdings gestern wieder auf 1.845 zurück. Heute Morgen um 7 Uhr wird Gold wieder etwas höher bei 1.854 US$ je Unze umgesetzt.

Der Xetra-Gold-Preis litt unter der Aufwertung des Euro und gab dementsprechend etwas nach. Handelte Xetra-Gold am Freitag noch bei 56,10 € pro Gramm bzw. am Montag im Wochenhoch bei 56,35, grätschte der Euro danach dazwischen, so dass der Preis gestern bis auf rund 55,20 fiel. Heute Morgen dürfte Xetra-Gold (Stand 7 Uhr) ungefähr bei 55,40 € pro Gramm notieren.

Die Kapitalmarktzinsen und der US-Dollar-Kurs werden weiterhin signalgebend für die Goldpreise sein. Das Datenhighlight der kommenden Woche dürfte der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag sein. Die Liquidität könnte wegen der Feiertage aber etwas bescheiden sein.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein schönes und sonniges Wochenende.

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