Potentielle Eskalation im Handelskonflikt unterstützt den Goldpreis

31.05.2019 - Marktkommentar

von Michael Blumenroth

Wöchentlicher Marktbericht

Wie schon in den Vorwochen beschäftigt weiterhin der Handelskonflikt zwischen den USA und China die Anleger und lässt bei vielen Investoren die Sorgenfalten auf der Stirn tiefer werden.

In der bald abgelaufenen Woche ist dabei gerade in den letzten Tagen die Rhetorik aus China durchaus etwas schärfer geworden. Immer mehr in den Fokus rückt dabei die nicht mehr so ganz latente Drohung Chinas, den Export seltener Erden in die USA zu beschränken oder gar zu unterbinden. Dies hätte potentiell signifikante Auswirkungen auf die US-Wirtschaft.

Wird die Fed eine Zinssenkung beschließen?

Auch aus den USA waren nicht gerade versöhnliche Töne zu hören, was an den Märkten die Befürchtung wachsen lässt, dass dieser Konflikt früher oder später Auswirkungen auf die Weltkonjunktur haben könnte. Die steigenden Rezessionsängste lassen sich dabei besonders an den Renditen für Staatsanleihen ablesen. Hier sind zum Beispiel die Marktzinsen der US-Staatsanleihen auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gefallen. Und die Zinskurve ist insofern invers, als dass zum Beispiel die Rendite der zweijährigen oder zehnjährigen US-Staatsanleihen unter dem aktuellen Leitzins liegt. Mithin erwarten die Marktteilnehmer mit circa 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank in diesem Jahr die Zinsen senken wird. Vor einem halben Jahr lag diese Wahrscheinlichkeit noch um den Nullpunkt herum. Auch die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen ist gerade heute Morgen auf ein Rekordtief von momentan -0,2 Prozent gefallen.

Goldpreis profitiert von der Situation

Niedrige Marktzinsen, das hilft natürlich den Goldpreisen. Ebenso wie die neue Zollflanke, die Donald Trump gegenüber Mexiko eröffnet hat. US-Präsident Donald Trump kündigte heute Nacht nämlich Importzölle auf alle mexikanischen Waren an, um das Land zu Maßnahmen gegen illegale Einwanderung zu bewegen. Diese sollen gestaffelt bis auf 25 Prozent zum Oktober ansteigen.

Auch dies unterstützt natürlich dem Goldpreis. Eher kontraproduktiv ist allerdings der ansteigende Kurs des US-Dollar. Dieser legt gegen den Euro leicht zu; gegen Währungen goldproduzierender Staaten wie Südafrika und Australien jedoch deutlich.

Im Wochenvergleich Preissteigerung in US-Dollar und Euro

In US-Dollar betrachtet handelte das Gold am Donnerstagvormittag vergangener Woche bei 1.275 $/Unze. Noch am Donnerstagabend stieg Gold auf 1.286 $/Unze, und handelte dann etwas Hin und Her und mehr oder weniger seitwärts, bis es am Donnertag, also gestern Vormittag – in diesem Umfeld vielleicht etwas erstaunlich – auf 1.275 $/Unze zurückfiel. Seit gestern Nachmittag ging es dann aber stramm aufwärts, und zwar bis auf 1.294 $/Unze. Aktuell wird Gold auch auf  diesem Niveau umgesetzt.

Xetra-Gold legte somit im Wochenverlauf ebenfalls zu, natürlich auch leicht unterstützt durch den etwas schwächeren Kurs des Euro gegen den US-Dollar. Von 37,05 €/Gramm am vergangenen Donnerstag bzw. 37,10 €/Gramm am Donnerstagnachmittag sank der Kurs von Xetra-Gold am Mittwochnachmittag auf das bisherige Wochentief bei 36,70 €/Gramm. In dem Umfeld steigender Risikoaversion ging es dann aber seit gestern ein ganzes Stück aufwärts. Und zwar bis auf ungefähr 37,35 €/Gramm heute Morgen.

Gespannte geopolitische Lage – Goldpreis weiter auf Erfolgskurs

Die Suche nach sicheren Häfen, die sich natürlich auch auf den Schweizer Franken, den japanischen Yen und die Staatsanleihen erstreckt, könnte den Goldpreis in naher Zukunft weiter unterstützen. Zumindest so lange, bis die USA und China irgendwie den gordischen Knoten ihres Handelskonflikts entwirren.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames, vorsommerliches Wochenende.

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