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Machen Kryptowährungen als Inflationsschutz Gold Konkurrenz?

Aktuelles Arnulf Hinkel, Finanzjournalist – 21.12.2021

© PantherMedia /Sebastian Duda
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In den letzten Monaten sind immer mal wieder Bitcoin & Co. als Inflationsschutz genannt worden. So etwa vom Blockchain-Experten Julian Hosp, der kürzlich gegenüber tagesschau.de Anlegern Gold und Bitcoin gleichermaßen als Antwort auf Negativzinsen und steigende Teuerungsraten empfahl. Immer wieder betonen Verfechter von Kryptowährungen, die diese als „neues, digitales Gold“ betrachten, auch die Gemeinsamkeiten der beiden Anlageklassen, die sich allerdings in ihrer aufwändigen Herstellung und ihrer Begrenztheit erschöpft.

Sicherer Hafen: überschaubare Volatilität Voraussetzung

Um in Krisenzeiten ebenso wie in Phasen steigender Verbraucherpreise als zuverlässiger Wertspeicher wirken zu können, ist neben einer möglichst geringen oder negativen Korrelation mit anderen Anlageklassen auch eine angemessen niedrige Volatilität entscheidend. Einer Untersuchung von Bullionvault Research zufolge unterscheiden sich Gold und Bitcoin hier signifikant: Während Bitcoin über die letzten 10 Jahre hinweg eine durchschnittliche Preisvolatilität von 78 Prozent (2020 sogar 83 Prozent) und eine Korrelation zum US-Aktienmarkt von 0,34 (2020: 0,83) aufwies, war die Volatilität von Gold im letzten Jahrzehnt mit 15 Prozent (2020: 20 Prozent) deutlich niedriger. Mit einer negativen Korrelation zum US-Aktienmarkt von -0,06 (2020: - 0,40) erfüllt Gold auch die zweite Prämisse sehr viel besser.

Wie verhalten sich Bitcoin & Co. in Zeiten steigender Inflation?

Während sich Gold seit Jahrtausenden als zuverlässiger Wertspeicher über lange Zeiträume hinweg bewährt hat, sind Kryptowährungen diesen Beweis noch schuldig. Seit der Einführung der ersten Digitalwährung 2009 hat es in Industriestaaten wie den USA oder Deutschland kaum nennenswerte Inflationsphasen gegeben – bis 2021. Die Inflation in den USA ist bis zum Jahresende auf über 6 Prozent angestiegen. In einer aktuellen Studie hat der World Gold Council anhand des Bloomberg Galaxy Crypto Currency Index (BCGI) die Entwicklung der US-Teuerungsrate, abgebildet im US-Consumer Price Index (CPI), mit der Performance von Digitalwährungen im Gesamtjahr 2021 verglichen. Das Ergebnis ist wenig aussagekräftig: Zwar hat der BCGI von Jahresbeginn bis -ende zugelegt, er sackte aber immer wieder – teilweise um mehr als 50 Prozent – ab, während die Inflation in den USA kontinuierlich auf den höchsten Wert seit 1990 angestiegen ist.

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