Leichter Gegenwind für Gold infolge höherer Marktzinsen und eines starken US-Dollar

01.03.2019 - Marktkommentar

von Michael Blumenroth

Wöchentlicher Marktbericht

Nachdem sich die Goldpreise über Wochen hinweg von ihrer besten Seite zeigten, sieht es aus, als wären in dieser Woche Gewinnmitnahmen das Motto der Stunde. Hierfür bieten sich zwei bis drei Gründe an:

Sichere Häfen weniger gefragt

Zum einen scheinen die Marktteilnehmer aktuell die Weltkonjunkturlage optimistischer zu betrachten als noch vor wenigen Wochen. So steigen die Aktienindizes weltweit beharrlich, insbesondere auch in China. Hier ist natürlich auch hilfreich, dass US-Präsident Trump die ursprünglich für den 1. März geplante Erhöhung von Zöllen auf chinesische Produkte mindestens verschoben hat. Für den Goldpreis kann dies insofern nachteilig sein, als dass Positionen, die als ‚sicherer Hafen‘ gekauft wurden, nun aufgelöst werden könnten. Ähnliches widerfährt aktuell dem sicheren Hafen Yen.

Renditen/Marktzinsen steigen

Zweitens steigen seit Mitte der Woche die Renditen/Marktzinsen für Staatsanleihen wieder an. So zum Beispiel für die zehnjährigen der USA von 2,63 auf 2,73 Prozent und für zehnjährige Bundesanleihen von 0,09 auf aktuell 0,185 Prozent.

Währungen goldproduzierender Länder schwächeln

Und drittens haben im Wochenverlauf einige Währungen von Ländern, die Goldproduzenten sind, gegen den US-Dollar recht deutlich an Wert verloren. Wie zum Beispiel der australische und kanadische Dollar oder der südafrikanische Rand. Je schwächer diese Währungen sind und je höher die Marktzinsen, desto nachteiliger ist dies gewöhnlich für den Goldpreis. So hatte dieser Cocktail aus Marktbewegungen also diesmal eher einen negativen Einfluss auf das Edelmetall.

Gold in US-Dollar verzeichnet Preisrückgang

Gold handelte am Freitagvormittag vergangener Woche bei 1.327 $/Unze. Es kletterte dann noch am Freitag aufwärts auf  1.333 $/Unze und handelte auch vom Montag bis zum Mittwoch dieser Woche zumeist zwischen 1.325 $/Unze und 1.330 $/Unze. Am Donnerstag und zum Tagesbeginn heute kamen dann aber die o.a. Gründe zum Tragen, so dass der Goldpreis bis auf 1.306,50 $/Unze zurücksetzte und auch aktuell dort notiert.

Ähnliche Entwicklung für Gold in Euro

Der Euro handelt gegen den US-Dollar im Wochenverlauf immer mal wieder um die Mittagszeit etwas fester. Er gab seine Gewinne dann aber meist am Nachmittag und Abend wieder ab.

So sank denn auch der Xetra-Goldpreis von 37,60 €/Gramm am vergangenen Freitagmorgen bzw. 37,75 €/Gramm am Freitagnachmittag bis auf 36,95 €/Gramm heute Morgen und notiert aktuell auch weiter dort in der Nähe.

Marktbeobachter behalten Zins- und Währungsmärkte im Blick

Langstreckenläufer kennen die manchmal auftretende Schwächephase im zweiten Drittel eines Laufes. Schauen wir mal, wie der Goldpreis sich weiter entwickeln wird. Tendenziell dürfte die weitere Entwicklung von den Bewegungen an den Zinsmärkten und den Währungsmärkten bestimmt werden. In der kommenden Woche stehen u.a. die US-Arbeitsmarktdaten, eine EZB-Sitzung und die Sitzung des Nationalen Volkskongresses in China auf der Agenda.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames Karnevalswochenende. Ein dreifaches Helau.   

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