Konsolidierungsphase

Marktkommentar Michael Blumenroth – 20.06.2024

Wöchentlicher Marktbericht

Im Großen und Ganzen hielten sich Kursveränderungen in der laufenden Woche in Grenzen. Nachdem am vergangenen Freitag der Abwertungsdruck auf den Euro noch hoch war, sich die Aktienindizes der Eurozone stark gen Süden orientierten und die Renditen der Staatsanleihen einiger europäischer Länder sich stramm aufwärts bewegten, zeichnen die Märkte in der laufenden Woche ein wesentlich ruhigeres Bild.

Vielleicht übt die Fußball-Europameisterschaft eine leicht sedierende Wirkung auf die Marktakteure aus – schließlich wollen viele von ihnen rechtzeitig im Stadion oder vor dem Fernseher sitzen. Wahrscheinlicher ist aber, dass der gestrige US-Feiertag zur Folge hatte, dass viele Marktteilnehmer sich in dieser Woche nicht übermäßig stark positionieren bzw. aus dem Fenster lehnen wollten. Das könnte sich in der kommenden Woche ändern, wenn Halbjahresend-Dispositionen anstehen dürften.

Steigende Risikofreude

Übergeordnet beschäftigen sich Händler und Analysten weiter primär mit der Frage, welche Notenbank wann und wie oft die Leitzinsen senken wird. Aktuell gehen die Zinstermin-Märkte dabei, u.a. aufgrund schwächer als erwartet ausgefallener Daten zu den Einzelhandelsumsätzen in den USA im Mai, weiterhin davon aus, dass die US-Notenbank in diesem Jahr zweimal die Zinsen senken könnte – obgleich sich im Laufe der Woche einige Fed-Vertreter eher skeptisch äußerten. Nichtsdestotrotz – bis dato stand diese Woche im Zeichen etwas zurückgewonnener Risikofreude. Dies hatte robustere Aktienmärkte und einen geringfügig schwächeren Kurs des US-Dollars zur Folge.

Goldpreise über Vorwocheniveau

Am Donnerstag vergangener Woche notierte Gold bei 2.311 US$ je Unze und rutschte gleichtägig auf 2.296 ab. Es erholte sich bis zum Abend aber wieder und blickte anschließend ausschließlich von oben auf die Marke von 2.300 hinunter. Am Freitag wurde dann das Hoch bei 2.336,50 markiert – seitdem ging es bis gestern Abend in einer wohldefinierten Handelsspanne zwischen 2.310 und 2.335 US$ pro Unze mehr oder weniger hin und her. Heute Morgen gegen 7 Uhr startet Gold etwas höher und außerhalb dieser Spanne mit 2.341 US$ pro Unze in den europäischen Handel.

Während der üblichen Handelszeiten fiel der Preis für Xetra-Gold von 68,80 € pro Gramm am Donnerstagmorgen vergangener Woche ebenfalls gleichtägig auf 68,70. Auch hier erholte sich der Preis bereits am Freitag bis auf 70,30 und markierte somit das Wochenhoch. Seitdem handelte auch hier der Preis in einer wohldefinierten Spanne zwischen 69,20 und 69,90 € pro Gramm. Heute Morgen dürfte Xetra-Gold jedoch etwas fester bei etwa 70,05 in den Tag starten.  

Heute stehen noch einige Notenbanksitzungen in Europa an, u.a. in Zürich, London und Oslo. Morgen werden Frühindikatoren für Juni, nämlich die Einkaufsmanagerindizes, in der Eurozone veröffentlicht. Infolgedessen könnte es möglicherweise noch zu Marktbewegungen kommen.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames, unwetterfreies Wochenende.

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