Kleine Zahl, große Wirkung

Marktkommentar Michael Blumenroth – 10.06.2016

Wöchentlicher Marktbericht

In der vergangenen Woche wurde an dieser Stelle die Frage geäußert, ob der Boden für die aktuelle Goldpreiskorrektur nun gefunden worden sei. Nur Stunden später wurde diese Frage positiv beantwortet. Grund hierfür waren die – man kann es kaum anders sagen – im Vergleich zu den Erwartungen grottenschlechten Daten aus den USA, was die Anzahl der im vergangenen Monat neugeschaffenen Stellen angeht. Nicht nur, dass die Daten für den Mai deutlich unter den Prognosen der zuvor befragten Analysten lagen. Auch die beiden Vormonate wurden deutlich nach unten korrigiert.

Dies hatte zwei Effekte zur Folge, die beide dem Goldpreis auf die Sprünge halfen. Zum einen wurden innerhalb weniger Minuten die Erwartungen, dass die US-Notenbank im Juni oder Juli doch noch die Leitzinsen in den USA erhöhen könnte, nahezu komplett ausgepreist. Die These, dass die Federal Reserve Bank sich noch etwas Zeit mit weiteren Zinserhöhungen lassen könne, fand neue Nahrung, als sich Janet Yellen am Montag denn auch eher vorsichtig äußerte.

Zum zweiten haben die schwachen US-Arbeitsmarktdaten und dieses eben erwähnte Auspreisen der Zinsphantasie den US-Dollar deutlich geschwächt. Dieser verlor gegen nahezu jede andere Währung an Wert. Nicht nur gegen Euro und Franken, sondern auch und gerade gegen Währungen von Ländern, die viel Gold produzieren, wie zum Beispiel Kanada, Australien und Südafrika. Dies bedeutete, dass für diese Länder Verkäufe von Gold unattraktiver wurden, Gold aber andererseits auch für Nachfrager billiger wurde. 

So sprangen die Ampeln für den Goldpreis auf Grün. Von Kursen bei 1.212 US$/Unze vor den Arbeitsmarktdaten sprang der Kurs circa drei Prozent aufwärts auf 1.244 US$/Unze. Zu Beginn der neuen Woche kam es zu leichten Gewinnmitnahmen, bevor Gold dann am Mittwoch und Donnerstag die nächsten Schritte nach oben vornahm und bis auf 1.271 US$/Unze anstieg.

Auch die Anleger in Xetra-Gold haben trotz des im Vergleich zur letzten Woche gegen den US-Dollar festeren Euro Grund zur Freude: Hieß es hier am vergangenen Freitag noch 34,95 €/Gramm, so kletterte es gestern bis auf 36,10 €/Gramm und notiert auch aktuell nur etwas tiefer bei 36,00 €/Gramm.

Zwar tagt nächste Woche erneut die US-Notenbank. Allerdings dürfte diese Sitzung nun weniger Brisanz haben als ursprünglich gedacht. Stattdessen wird ein anderes Datum immer mehr in den Fokus des Marktinteresses rücken. Nämlich die Abstimmung über den Verbleib in der EU am 23. Juni in Großbritannien, die an den Märkten für Unsicherheit sorgt. Einerseits könnte Gold deswegen als sicherer Hafen gefragt bleiben. Andererseits könnte der US-Dollar aus ähnlichen Überlegungen heraus wieder stärker werden.

Ein hoffentlich sonniges und unwetterfreies Wochenende wünsche ich Ihnen allen.

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