Kleine Jahresendrallye beim Gold?

Marktkommentar Michael Blumenroth – 21.12.2018

Wöchentlicher Marktbericht

Für diejenigen, die sich an steigenden Goldpreisen erfreuen, hielten die vergangenen Tage ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk bereit. Die Goldpreise erwachten nämlich etwas aus dem lethargischen Handel der Vorwochen, nachdem die US-Notenbank Fed sich letztmalig für dieses Jahr zu ihren Beratungen zusammengesetzt hatte.

Fed erhöht Leitzinsen

Hier hatten einige Marktbeobachter scheinbar damit gerechnet, dass die Fed für das Jahr 2019 eine Pause oder gar das Ende ihrer Zinserhöhungen signalisieren könnte. Dies auch deswegen, da die Annahme war, dass die US-Notenbank die aktuelle Schwäche der Aktienmärkte und die sich eintrübenden Konjunkturerwartungen in ihr Kalkül mit einbeziehen könnte. Jerome Powell zeigte sich hiervon jedoch unbeeindruckt. Die Fed erhöhte am Mittwochabend die Leitzinsen weiter und signalisierte auch für 2019 weitere Zinserhöhungen. Nachdem die Marktteilnehmer dies unmittelbar nach der Fed-Sitzung als Signal ansahen, US-Dollar zu kaufen, Aktien zu verkaufen, und US-Staatsanleihen zu erwerben (was sinkende Renditen bedeutet), kam es dann am Donnerstagmorgen, nachdem die Händler eine Nacht über die Fed geschlafen hatten, zu einer Gegenbewegung. 

Schwächerer US-Dollar in 2019?

Die Marktmeinung war nun: Die Fed erhöht die US-Leitzinsen 2019 möglicherweise zu stark, was wiederum die Konjunktur in den USA abwürgen könnte. Dies bedeutete dann auf mittlere Sicht schwächere Aktienmärkte auch (oder gerade) in den USA, den Abzug von Geldern dort und somit einen schwächeren US-Dollar. So gab der US-Dollar dann auch seit Mittwochabend ein ganzes Stück nach. Insbesondere gegen den Yen, aber auch gegen den Euro, der auf knapp 1,15 €/US$ ansteigen konnte.

All dies war natürlich vorteilhaft für den Goldpreis:

In US-Dollar betrachtet handelte das Gold am Mittwochmorgen vergangener Woche bei 1.243 $/Unze. Es pirschte sich in sehr ruhigem Handel bis zum Dienstag bereits an die Marke von 1.250 $/Unze heran und stieg vor der Fed-Sitzung auf 1.258 $/Unze. Unmittelbar danach verlor der Goldpreis zwar noch einmal US$15, kletterte dann aber am Donnerstag aus den oben genannten Gründen bis auf 1.266,50 $/Unze. Dies ist der höchste Kurs seit Ende Juni! Zwar konnte Gold diese Höchststände nicht ganz verteidigen. Das edelste aller Metalle wird aktuell  aber immer noch recht fest bei 1.262 $/Unze umgesetzt.

Xetra-Gold mit schließt Woche mit Gewinn ab

Der Euro handelte gegen den US-Dollar im Laufe der Woche Tag für Tag etwas stärker und steigt von 1.1270 $/Unze vergangene Freitag auf aktuelle 1.1470 $/Unze. Dies bremst den Wochengewinn des Goldpreises in Euro betrachtet etwas aus. 

So legte der Xetra-Goldpreis von 35,25 €/Gramm am vergangenen Mittwochmorgen bzw. einem Wochentief bei 35,10 €/Gramm bis auf 35,50 €/Gramm am Donnerstagnachmittag bzw. 35,40 €/Gramm heute Morgen zu.

Anstehende Feiertage könnten Preisentwicklung verzerren

Mit dem Ausbruch aus seiner mehrmonatigen engen Handelsspanne könnte es nun zu Anschlusskäufen im Gold kommen. Dies umso mehr, je tiefer die Aktiennotierungen fallen, und je schwächer der US-Dollar gehandelt wird. An den kommenden Weihnachtstagen könnte es dabei zu etwas verzerrenden Bewegungen mangels Liquidität kommen.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein ruhiges, stressfreies, friedliches und erholsames Weihnachtsfest. 

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