Im Wochenverlauf etwas schwächere Kurse. Warten auf Janet Yellen

Marktkommentar Michael Blumenroth – 26.08.2016

Wöchentlicher Marktbericht

Bis dato verlief diese Woche nicht ganz perfekt für das gelbe Metall. Aber noch ist die Woche ja noch nicht vorbei. Und als jemand, der wohlwollend auf Eintracht Frankfurt blickt, weiß ich, dass es schlimmere Niederlagen gibt als einen Wochenverlust von nicht einmal 2 Prozent. Und dass auf einen Abstieg denn auch wieder ein Aufstieg folgt.

Dabei passte sich auch im Verlauf dieser Woche der Handel eher den Außentemperaturen an. Wieder war der Handel an vielen Märkten recht lethargisch. Mit wenigen Ausnahmen gab es recht geringe Handelsspannen für die Hauptwährungen untereinander und an vielen Aktienmärkten. Auch für das Gold sind die täglichen Schwankungen der Preise in den vergangenen 30 Tagen so niedrig wie für keine andere 30-Tage-Periode seit Oktober 2014.

Mit Ausnahme der Äußerungen einiger Vertreter der US-Notenbank, die darauf hindeuten, dass es doch noch im Laufe diesen Jahres zu einer nächsten Zinserhöhung in den USA kommen könnte, und einem aus politischen Gründen stark fallenden Kurs des südafrikanischen Rand (was für die dortigen Produzenten Goldverkäufe attraktiver macht) gab es wenig fundamentale Gründe dafür, dass Gold im Verlauf dieser Woche leicht unter Druck geriet.

Entscheidend war hierfür der Mittwochnachmittag, als kurz nach Eröffnung der Terminbörsen in den USA der Goldpreis um mehr als zehn US-Dollar abstürzte. Hier sollen innerhalb von einer Minute mehr als 10.000 Terminkontrakte auf Gold verkauft worden sein, was einem Gegenwert von mehr als 1 Mio. Unzen und somit circa 1,5 Mrd. US$ entspräche. Etwas ungewöhnlich auf alle Fälle, dass so eine große Order auf einen Schlag an einer Börse durchgeführt wird (und vielleicht nicht sonderlich schlau, da ja definitiv preisschädlich). Und für diese Größenordnung waren die 10 US$ Kursverlust des Goldes fast noch bescheiden.

So aber kam es, dass Gold im Wochenverlauf nachgab. Beim Schreiben dieser Zeilen heute vor einer Woche wurde das edelste aller Metalle bei 1.349 US$/Unze umgesetzt. Bis zum Mittwochnachmittag handelte es noch ca. bei 1.340 US$/Unze. Danach fiel es wie erwähnt unter die Marke von 1.330 US$/Unze, handelte gestern Nachmittag auf dem Wochentief bei 1.318,50 US$/Unze und nun aktuell bei 1.325 US$/Unze.

Der US-Dollar konnte in der bald abgelaufenen Woche in sehr lustlosem Handel leicht zulegen, was bedeutet, dass der Kurs des Xetra-Goldes etwas weniger nachgab als Gold in US-Dollar betrachtet. Von 38,30 €/Gramm heute vor einer Woche setzte es zurück auf 37,58 €/Gramm gestern im Wochentief, bzw. auf aktuelle 37,75€/Gramm. 

Dennoch sei erwähnt, dass sich heute auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung im Leitartikel des Wirtschaftsteils mit Gold beschäftigt. Und dort darauf hinweist, dass es seit Jahresbeginn auch bei den aktuellen Preisen immer noch um 25 Prozent gestiegen ist.

Heute Nachmittag um 16 Uhr MESZ wird Janet Yellen eine Rede halten, von der sich viele Marktteilnehmer Hinweise auf den Termin der nächsten Zinserhöhung erhoffen. Es erscheint jedoch unwahrscheinlich, dass sie sich auf irgendetwas konkret festlegen wird. Dann stehen in der nächsten Woche schon wieder die US-Arbeitsmarktdaten auf der Agenda. Ebenso wie eine Reihe weiterer spannender Konjunkturdaten. Schauen wir mal, was für Hinweise uns diese geben werden.

Allen Lesern und Leserinnen wünsche ich ein schönes, sonniges Wochenende.

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