Goldpreise zeitweilig auf Sechsmonatshochs?

27.12.2018 - Marktkommentar

von Michael Blumenroth

Wöchentlicher Marktbericht

Na, das war ja an den Märkten alles andere als ein langweiliges Weihnachtsfest. Insbesondere an den Aktienmärkten und was die Ölpreise anbelangt, ging es ordentlich zur Sache. Beim Schreiben dieser Zeilen am Donnerstagmorgen, dem 27.12., sieht die Marktlage zwar wieder etwas entspannter aus. Allerdings bleibt die Lage vor dem Jahreswechsel angespannt und nervös.

Besorgnis um Trump-Angriff auf US-Notenbankchef

An den Aktienmärkten war bis dato mit Ausnahme des gestrigen zweiten Weihnachtstages von Jahresendrallye wenig zu spüren. In der Woche vor Weihnachten hatten die drei US-Leitindizes zwischen 6,9 Prozent und 8,4 Prozent (Nasdaq) nachgegeben. Hier spielte die Furcht vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft ebenso eine Rolle wie der andauernde Handelskonflikt zwischen den USA und China. Hinzu kam dann am Samstagmorgen eine Meldung, die besagte, dass US-Präsident Trump sich erkundigt hätte, inwieweit er den Vorsitzenden der US- Notenbank, Jerome Powell, entlassen könnte. Dies rief an den Märkten ebenso Besorgnis hervor wie ein kurzfristig anberaumtes Treffen des US-Finanzministers mit hochrangigen Vertretern von US-Banken.

Leichte Entspannung dank glänzendem Weihnachtsgeschäft

So stürzten denn am 24. Dezember, einem verkürzten Handelstag in den USA, die Aktienindizes ebenso ab wie auch die Ölpreise (Konjunktursorgen). Gleichzeitig waren die sicheren Häfen Gold, Yen und Staatsanleihen gesucht. Gestern kam es dann zu der stärksten prozentualen Erholung der US-Aktienmärkte seit März 2009. Gründe hierfür waren Berichte, dass die US-Einzelhandelsfirmen von einem glänzenden Weihnachtsgeschäft berichten, dass laut Vertretern der US-Regierung der Job von Jerome Powell hundertprozentig sicher sei, und ebenfalls Berichte über Gespräche hinsichtlich Handelsfragen zwischen den USA und China beginnend am 7. Januar. Dies alles sorgte für etwas Erleichterung an den Märkten.

Gold in US-Dollar erreicht höchsten Stand seit Juni

In US-Dollar betrachtet handelte das Gold am Freitagmorgen vergangener Woche bei 1.262 $/Unze. Es setzte am Freitag erst noch einmal auf 1.254 $/Unze zurück, kletterte aber an Heiligabend schon aufwärts auf 1.270 $/Unze. Gestern Nachmittag erklomm der Goldpreis dann den höchsten Stand seit Mitte Juni, nämlich 1.279 $/Unze. Mit der Erholung an den US-Aktienmärkten ging es dann abwärts und zurück auf 1.265 $/Unze. Nachdem die Aktienmärkte in Europa heute aber eher verhalten starten, und es mit den Renditen in den USA weiter bergab geht, steigt auch das Gold wieder etwas an. Das edelste aller Metalle wird aktuell bei 1.272 $/Unze umgesetzt.

Ähnliche Entwicklung für Xetra-Gold

Der Euro handelte gegen den US-Dollar über Weihnachten etwas schwächer, was dem Goldpreis in Euro betrachtet zusätzlich zugutekam. So legte der Xetra-Goldpreis von 35,40 €/Gramm am vergangenen Freitagmorgen nach der Weihnachtspause auf 35,90 €/Gramm heute Morgen (Donnerstag) zu. Auch dies ist der höchste Preis seit Mitte Juni.

Suche nach sicheren Häfen könnte dem Gold weiter zugutekommen

Der Goldpreis könnte auch weiterhin von den Bewegungen an den Aktienmärkten und der Marktzinsentwicklung in den USA determiniert werden. Im Großen und Ganzen ist es weiterhin möglich, dass er von der Suche nach sicheren Häfen profitieren könnte –  falls sich die Stimmung an den Märkten nicht bald bessert. Schauen wir mal.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen guten Rutsch nach 2019 hinein und ein schönes, für die meisten sicherlich wieder langes, Wochenende.  

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