Goldpreise verdauen US-Dollar-Stärke relativ gut

Marktkommentar Michael Blumenroth – 26.03.2021

Wöchentlicher Marktbericht

In dieser Woche gab es kein großes, ausschließliches Thema, das die Märkte nachhaltig in die eine oder andere Richtung bewegen konnte. Immer noch blicken viele Anleger und Händler auf die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen in den USA. Dort fielen die Renditen der zehn- und dreißigjährigen US-Staatsanleihen von ihren zyklischen Hochs Ende vergangener Woche. Offenbar hat die Armada der Vertreter der US-Notenbank, die im Laufe dieser Woche vor die Mikrofone traten oder sogar wie der Fed-Vorsitzende Jerome Powell im US-Senat Rede und Antwort stehen mussten, die Investoren zumindest kurzfristig davon überzeugt, dass Zinserhöhungen erst in weiter Ferne anstehen. Zugleich betonten sie ein ums andere Mal, dass der vermutete Anstieg der Inflationsrate in diesem Jahr nur ein vorübergehendes Phänomen sei.

US-Dollar auf Jahreshöchststand

Ob die Märkte dies nun glauben oder nicht, zumindest derzeit scheint etwas Ruhe an den Anleihemärkten einzukehren. Dafür zeigte der US-Dollar im Wochenverlauf seine Muskeln. Er stieg gegenüber dem Euro und den übrigen Währungen der G10-Staaten auf den höchsten Stand seit Ende November. Dies lässt sich nun weder mit steigenden Renditen noch mit außergewöhnlich guten US-Konjunkturdaten begründen. Es scheint, dass Dispositionen zum Monats- und Quartalsende aktuell für ein starkes Kaufinteresse beim US-Dollar verantwortlich sind.

Sonstige Währungen und Gold in US-Dollar schwächer

Die Turbulenzen an den türkischen Märkten zu Wochenbeginn nach der Entlassung des Notenbankchefs hatten auch Kursverluste weiterer Schwellenländerwährungen – wenn auch in geringerem Ausmaß – zur Folge. Die erneuten Lockdowns in Europa und die fallenden Ölpreise trieben zudem einige Anleger in den vermeintlich „sicheren Währungshafen“ US-Dollar. Alles in Allem wertete somit die Mehrheit aller Währungen gegenüber dem US-Dollar ab, weshalb sich auch der Goldpreis im Wochenverlauf etwas verbilligte.

Der Goldpreis stieg zwar zunächst von 1.744 US$ pro Unze am vergangenen Freitagmorgen bis auf 1.747 zum Wochenbeginn. Bis zum Mittwoch setzte er dann aber auf das bisherige Wochentief bei 1.724 zurück. Nach einer Zwischenerholung zurück auf 1.745 gestern Mittag setzte der am Nachmittag recht ordentlich aufwertende Kurs des US-Dollars die Goldpreise unter Druck. Deshalb notiert Gold aktuell bei 1.728 US$ pro Unze.

Xetra-Gold im Wochenvergleich mit leichtem Gewinn

Der Xetra-Gold-Preis konnte aufgrund der Stärke des US-Dollar während der üblichen Handelszeiten zulegen. Nach 47,00 € pro Gramm am vergangenen Freitagmorgen sank er zunächst bis auf 46,65 am Montagnachmittag. Von hier rückte er dann aber bis auf sein Wochenhoch bei 47,50 gestern Nachmittag vor. Zur Handelseröffnung heute sollte Xetra-Gold etwas leichter, und zwar um 47,15 gehandelt werden.

Die US-Dollar-Rally könnte sich zumindest bis zum Monatsende fortsetzen. Monatsenddispositionen und neue Positionierungen zum Quartalsbeginn am Gründonnerstag könnten auch die Goldpreise etwas stärker bewegen.

Allen Leserinnen und Lesern sei ein erholsames, schönes Wochenende gewünscht.

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