Goldpreise mit der vierten Verlustwoche in Folge?

03.08.2018 - Marktkommentar

von Michael Blumenroth

Wöchentlicher Marktkommentar

Während es in vielen Bundesländern erst seit dieser Woche mit den Sommerschulferien richtig losging, enden diese hierzulande in Hessen bereits heute. So war ja auch der Autor dieser Zeilen unterwegs und flüchtete somit vor der Hitzewelle, die sich gerade in Frankfurt besonders wohlzufühlen scheint.

Gold selbst ist ja generell wärmeunempfindlich. Die Hitze scheint dem edelsten aller Metalle aber auch irgendwie aufs Gemüt zu schlagen. So gab es während meiner Abwesenheit jede Woche etwas nach. Und aktuell scheint sich auch diese Woche zu einer Verlustwoche für Gold zu entwickeln. Wobei sich dies noch heute Nachmittag ändern könnte, da die US-Arbeitsmarktdaten vielleicht den Markt bewegen werden.

US-Dollar in starker Verfassung

Aber tatsächlich sind die Gründe für den Wertverlust des Goldes in den vergangenen drei Wochen eher woanders zu finden: Zuallererst schwebt das Damoklesschwert des Handelskonflikts weiterhin über den weltweiten Märkten. Besonders die potenzielle Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China lastet auf den Märkten für Edel- und Basismetalle. Nicht nur Gold, auch Silber, Platin, Palladium, Kupfer und Co. setzten deutlich zurück. Des Weiteren präsentierte sich auch der US-Dollar in starker Verfassung und stieg gegen viele andere Währungen an. Dies ist meist ja ebenso nachteilig für den Goldpreis wie auch der Anstieg der US-Renditen. Hier kletterten sowohl die Renditen der zweijährigen als auch der zehnjährigen Staatsanleihen aufwärts. Weitere Gründe für den nachgebenden Goldpreis waren eine schwache Nachfrage, und zwar sowohl von institutionellen Anlegern in den USA als auch von Zentralbanken und Schmuckkäufern in Europa, Indien und der Türkei. Auch wächst gleichzeitig das Angebot, z.B. aus Kanada.

Goldnachfrage in China

Positiv zu vermerken ist, dass die Nachfrage in China (zur Absicherung gegen den immer schwächer werdenden Yuan) aktuell zuzulegen scheint.

Am Donnerstag vor drei Wochen wurde Gold noch bei 1.246 $/Unze umgesetzt. Seitdem gibt der Goldpreis tendenziell mit einigen leichten Zwischenerholungen nach. Es ging abwärts bis auf 1.205,50 $/Unze heute Nacht, was der tiefste Kurs seit Mitte 2017 ist. Beim Schreiben dieser Zeilen notiert der Goldpreis bei 1.207 $/Unze.

Der Euro/US-Dollar-Kurs ist nun seit Wochen und bald Monaten in einer relativ engen Handelsspanne zwischen 1,15 und 1,18 zementiert. Gegen Euro betrachtet zeigt sich für den Goldpreis somit ein ähnliches Bild. Auch hier ging es tendenziell abwärts, wobei der tiefste Kurs am 31. Juli erzielt wurde. In Euro pro Gramm fiel der Xetra-Goldpreis von 34,35 €/Gramm am Donnerstag vor drei Wochen bis auf 33,35 €/Gramm am 31. Juli. Danach erholte sich der Preis wieder auf 33,80 €/Gramm. Heute Morgen allerdings stehen 33,50 €/Gramm an der Anzeigetafel.

Warten auf US-Daten

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob Gold die Marke bei 1.200 $/Unze verteidigen kann. Entscheidend dafür könnte sein, wie stark die US-Durchschnittslöhne angestiegen sind – Zahlen dazu gibt es heute um 14:30 Uhr – und ob die US-Notenbank deswegen die Zinsen eher  aggressiv weiter erhöhen wird, oder spätestens 2019 eine Zinserhöhungspause einlegen wird.

In den nächsten Tagen sollte weiter die Entwicklung im Handelskonflikt besonders zwischen den USA und China im Fokus stehen.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames, sommerliches Wochenende mit einigen kühlen schattigen Plätzchen. 

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