Goldpreise in relativ enger Spanne etwas nachgebend

06.09.2018 - Marktkommentar

von Michael Blumenroth

Wöchentlicher Marktbericht

Aus terminlichen Gründen muss ich in dieser Woche die folgenden Zeilen schon am Donnerstag statt wie gewohnt am Freitag schreiben. Die unten genannten aktuellen Preise beziehen sich also auf den Stand am Donnerstagmorgen.

Im Fokus: schwache Schwellenländerwährungen, Handelskonflikt

Auch diese Woche stand bis dato im Zeichen einer Schwäche der Währungen der sogenannten Schwellenländer. Neben den Währungen, die in den Vorwochen im Fokus standen, also der türkischen Lira und dem argentinischen Peso, erwischte es diese Woche auch den südafrikanischen Rand und die indische Rupie. Für den Rand lässt sich dies unmittelbar erklären, da Südafrika mit dem erneuten Schrumpfen des BIPs auch im 2. Quartal 2018 offiziell in eine Rezession gefallen ist. Gegen US-Dollar und Euro fiel der Rand damit in Sichtweite der Allzeittiefs vom Januar 2016. Die indische Rupie hat derweil gegen den US-Dollar bereits auf ein neues Allzeittief abgewertet. Wobei hier der Grund nicht ganz so eindeutig erscheint wie beim Rand. Der Rand ist die Währung eines der größten Goldproduzentenländer der Welt, so dass die Schwäche des Rand es nun für die dortigen Produzenten attraktiver macht, Gold auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Gleichzeitig wird das Edelmetall für die indischen Nachfrager in heimatlicher Währung täglich teurer. Da nun die zweite Runde der Zollerhöhungen für chinesische Güter seitens der USA ansteht, könnte der Fokus in den nächsten Tagen auch wieder auf dem Handelskonflikten liegen. 

Gold fällt unter die Marke von 1.200 $/UnzeAktuell wird Gold zwar nicht als sicherer Hafen nachgefragt, es hielt sich im bisherigen Verlauf der Woche allerdings noch besser als zum Beispiel Silber oder Kupfer. Am Freitagmorgen vergangener Woche handelte Gold bei 1.208, bevor es dann schon am Nachmittag unter die Marke von 1.200 $/Unze fiel. Mit einem wieder stärkeren Kurs des US-Dollar gegen die Schwellenländer- und Rohstoffwährungen setzte der Goldpreis im Wochenverlauf bis auf 1.190 $/Unze (am Dienstag) zurück. Aktuell (Donnerstagmorgen) wird das edelste aller Metalle bei 1.197 $/Unze umgesetzt. Wie man sieht stand Gold diese Woche nicht wirklich im Fokus der Investoren, so eng ist die Handelsspanne.

Gold in Euro ebenfalls schwächer

Der Euro handelte gegen den US-Dollar im Verlauf dieser Woche erst etwas schwächer, dann gestern Nachmittag leicht ansteigend. Gegen Euro gab der Goldpreis im Verlauf dieser Woche somit ebenfalls leicht nach. In Euro pro Gramm stieg der Xetra-Goldpreis von 33,25 €/Gramm am vergangenen Freitagmorgen auf 33,35 €/Gramm am Montagmittag. Danach ging es dann aber wieder etwas abwärts. Gestern notierte er im Wochentief bei 33,08 €/Gramm. Aktuell notiert er marginal höher bei 33,12 €/Gramm.

Wie geht es weiter? 

In den nächsten Tagen wird sicherlich der Handelskonflikt zwischen den USA und China (neue Zölle ab morgen?)  im Fokus stehen. Aber auch die Lage bei den Schwellenländerwährungen dürfte die Anleger noch einige Zeit auf Trab halten. Morgen gibt es dann u.a. noch die US-Arbeitsmarktdaten. 

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein schönes und entspannendes Wochenende. 

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