Goldpreise im Abwärtssog der Rohstoffnotierungen

Marktkommentar Michael Blumenroth – 13.07.2018

Wöchentlicher Marktkommentar

Kurz vorab: Die heutigen Zeilen wurden bereits am Donnerstagnachmittag geschrieben. Terminbedingt kommt der nächste Marktbericht aus dieser Feder dann am 3. August. Ihnen allen bis dahin eine schöne Zeit und erholsamen Urlaub all denjenigen, die selbigen genießen dürfen. 

Auch nach 18 Monaten im Amt scheinen sich viele Anleger immer noch nicht dran gewöhnt zu haben, dass Donald Trump seine Wahlversprechen und Twitter-Ankündigungen Punkt für Punkt umsetzt. Aktuell steht hier natürlich der Handelskonflikt zwischen den USA und China im Fokus. Diese Woche hat Trump mit den Strafzöllen gegen China noch mal nachgelegt. Auf rund 6.000 Produkte im Gegenwert von 200 Mrd. US-Dollar sollen Zölle erhoben werden. China kündigte umgehend Gegenmaßnahmen an. Aktuell scheint es auch keine Verhandlungen zwischen den beiden Großmächten zu geben, die dazu geeignet wären, die Kuh wieder vom Eis zu bringen. 

Handelskonflikt hält Marktbeobachter weiter in Atem

Ein weiter eskalierender Handelskonflikt könnte sich naturgemäß sehr nachteilig auf den Welthandel auswirken. Weniger Handel würde dabei in der Denkart vieler Händler auch weniger Bedarf an Rohstoffen nach sich ziehen. Und genau aus dieser Besorgnis heraus fiel zum Beispiel der Kupferpreis diese Woche auf ein Ein-Jahrestief. Dies kurz nachdem Kupfer noch an einem Vier-Jahreshoch umgesetzt wurde. Platin traf es mit einem Fall auf Neun-Jahrestiefs tendenziell sogar noch härter. Am Mittwoch setzten auch die Ölpreise trotz günstiger US-Lagerdaten – teils auch aus anderen Gründen – innerhalb eines Tages um 7 Prozent (Brent) bzw. 5 Prozent (WTI) zurück. Diesem kleinen Ausverkauf an den Rohstoffmärkten konnte sich auch der Goldpreis nicht entziehen.

Gold in US-Dollar fällt, erholt sich heute leicht 

Am Freitag vergangener Woche wurde Gold noch bei 1.257 $/Unze umgesetzt. Am Montag kam es mit einer vorübergehenden Schwäche des US-Dollar zu einem Wochenhoch bei 1.266 $/Unze. Danach setzte der Goldpreis in US-Dollar betrachtet allerdings bis Donnerstagmorgen recht kontinuierlich bis auf 1.241,50 $/Unze zurück. Am Donnerstagnachmittag konnte sich der Goldpreis dann wieder auf 1.246 $/Unze erholen.

Abwärtstrend für Goldpreis in Euro

Der Euro/US-Dollar-Kurs scheint momentan immer noch in einer relativ engen Handelsspanne zwischen 1,15 und 1,18 zementiert zu sein. Gegen Euro betrachtet zeigt sich für den Goldpreis somit ein ähnliches Bild. Auch hier ging es zunächst leicht aufwärts, bevor dann schlussendlich doch die Richtung Süden eingeschlagen wurde. In Euro pro Gramm umgerechnet bedeutet dies nämlich, dass der Xetra-Goldpreis von 34,50 €/Gramm am  Freitagmorgen vergangener Woche leicht auf 34,58 €/Gramm am Montagmittag anstieg. Seitdem purzelte der Xetra-Goldpreis dann auf 34,20 €/Gramm am Mittwochnachmittag. Beim Schreiben dieser Zeilen stehen wir nun bei 34,35 €/Gramm.

Wie geht es weiter – Eskalation oder Deeskalation? 

In den nächsten Tagen sollte weiter die Entwicklung im Handelskonflikt (Ende Juli auch neue Entwicklungen in der Frage der Autozölle, welche die USA auf Autos erheben möchte, die nach dort aus der EU importiert werden) im Fokus stehen. Gibt es deeskalierende Signale, dann könnte dies den Rohstoffen allgemein helfen. Dreht sich die Eskalationsschraube weiter, könnte Gold eventuell in seiner Funktion als sicherer Hafen gefragt sein. Warten wir es ab.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames, sommerliches Wochenende.

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