Goldpreise ein Opfer des Handelskonflikts und der US-Dollar-Stärke

Marktkommentar Michael Blumenroth – 22.06.2018

Wöchentlicher Marktkommentar

Hatte sich der Autor dieser Zeilen vergangene Woche noch darüber erstaunt gezeigt, wie souverän der Goldpreis die nahezu täglichen neuen Elf-Monats-Hochs des US-Dollar verdauen konnte, so war dies nur Stunden später Makulatur.

Strafzölle beeinträchtigen Rohstoffpreise

Bereits am Freitagnachmittag stürzte der Goldpreis auf neue Tiefststände für 2018. Hierfür war allerdings nicht nur der feste US-Dollar verantwortlich. Am Freitag vergangener Woche hatte Donald Trump den Handelskonflikt mit China quasi offiziell eröffnet, indem er die ersten Zölle in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar in Kraft setzen ließ. Da China Gegenmaßnahmen androhte, worauf die USA mit noch höheren Zöllen in Höhe von 200 Milliarden US-Dollar konterte, und ein weiter eskalierender Handelskonflikt zwangsläufig die Weltkonjunktur und damit die Rohstoffnachfrage beeinträchtigen würde, verabschiedeten sich am letzten Freitag die Investoren massiv aus Rohstoffanlagen. Besonders betroffen waren unter anderem Kupfer, Silber und Platin, welches auf ein Zweieinhalbjahrestief fiel. Auch am Goldpreis ging diese Entwicklung nicht spurlos vorüber.

Fallender Goldpreis in US-Dollar

Handelte Gold am Freitagmorgen vergangener Woche noch bei 1.301 $/Unze, so stürzte es bereits am Nachmittag auf 1.275 $/Unze ab. In den Folgetagen handelte der Goldpreis meist zwischen 1.285 $/Unze und 1.270 $/Unze, bevor er dann gestern auf ein neues Jahrestief bei 1.261,50 $/Unze zurücksetzte. Dies war der tiefste Kurs seit Mitte Dezember. Im Laufe des Tages konnte der Goldpreis sich wieder etwas erholen. Auch aktuell handelt er bei 1.270 $/Unze.

Ähnliche Entwicklung in Euro

Gegen Euro betrachtet zeigt sich für den Goldpreis ein ähnliches Chartbild. In Euro pro Gramm umgerechnet bedeutet dies nämlich, dass der Xetra-Goldpreis von 36,15 €/Gramm am vergangenen Freitagmorgen bereits am Nachmittag desselben Tages auf 35,40 €/Gramm fiel. Gestern gab er dann wiederum bis auf 35,05 €/Gramm nach. Rechnerisch müsste der Preis nun kurz vor Handelsbeginn bei 35,10 €/Gramm stehen. Aufgrund der aktuellen Euro-Schwäche handeln wir so allerdings noch ordentlich über dem Jahrestief bei 34,25 €/Gramm. 

Fokus weiter auf weltpolitischer Lage

In den kommenden Tagen wird uns der Handelskonflikt zwischen den USA und China ebenso beschäftigen, wie Zwischenstände zum Konflikt zwischen den USA und der EU. Spannend bleibt weiter die politische Lage in Italien und der EU-Gipfel Ende kommender Woche. Sollten die Aktienmärkte weiter unter Druck stehen, stellt sich die Frage, ob Gold irgendwann als sicherer Hafen gesucht werden wird.

Den nächsten Marktkommentar aus dieser Feder gibt es dann heute in zwei Wochen.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames, spannendes WM-Wochenende. 

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