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Goldpreis: Chancen und Risiken 2022

Aktuelles Arnulf Hinkel, Finanzjournalist – 11.01.2022

© PantherMedia /bashta
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Im neuen Jahr ist Gold eher verhalten gestartet – nicht zuletzt wegen der gestiegenen Zinsen für Staatsanleihen und der wachsenden Entschlossenheit der US-Notenbank Fed, im laufenden Jahr bis zu drei Zinserhöhungen durchzuführen und gleichzeitig die Anleiheankäufe zurückzufahren. Dieses Szenario ist ungünstig für den Goldpreis; allerdings haben die Aktienmärkte in den USA und anderen Ländern mit Verlusten auf die jüngsten Ankündigungen reagiert – oft die Kehrseite der Medaille, wenn Leitzinsen erhöht werden.

Hohes Krisen- und Konfliktpotenzial dürfte 2022 den Goldpreis stützen

Neben Inflationsraten von 7 Prozent in den USA und 5 Prozent in der EU sind es vor allem ungelöste oder aufkommende Probleme, die die Weltwirtschaft belasten und den Goldpreis befeuern könnten. So scheint der Krankheitsverlauf der Omikron-Variante des Coronavirus vergleichsweise mild zu sein, da sie jedoch hochansteckend ist, könnte ihre Ausbreitung Teile des Wirtschaftslebens lahmlegen. An geopolitischen Krisen stechen zurzeit besonders zwei heraus: die möglicherweise bevorstehende Annexion der Ukraine durch Russland und der verstärkt postulierte Anspruch Chinas auf Taiwan. Beide Konflikte würden signifikante Sanktionen seitens der USA und der EU nach sich ziehen, was den Welthandel empfindlich treffen könnte. Im November 2022 stehen dann die Zwischenwahlen (die so genannten Midterm Elections) in den USA an. Im Falle eines schwachen Abschneidens der Demokraten würde sich die Wahrscheinlichkeit, dass der nächste US-Präsident wieder Donald Trump heißt, deutlich erhöhen.

Quantitative Analystenprognosen zwischen 1.500 und 2.000 US$

Gegen Jahresende 2021 befragt, haben sich Analysten von Großbanken sehr unterschiedlich zur Goldpreisprognose geäußert. Die Bank of America sieht Gold bei durchschnittlich 1.900 US$ pro Unze im laufenden Jahr, Goldman Sachs prognostiziert bereits im ersten Quartal einen Anstieg auf 2.000 US$. Die Société Générale erwartet Gold im ersten Quartal bei 1.945, während Scotiabank und Credit Suisse eher einen Goldpreis von 1.850 im Jahresdurchschnitt 2022 sehen. Die schwächste Gold-Performance prognostizieren die Citibank mit 1.645 US$ im Jahresdurchschnitt und ABN Amro mit 1.500 zum Jahresende 2022.

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