Goldpreis bekommt leichten Gegenwind von steigenden Marktzinsen und festerem US-Dollar

Marktkommentar Michael Blumenroth – 20.04.2018

Wöchentlicher Marktbericht

Eine durchaus spannende Woche, wobei die geopolitischen Fragen, die Ende der vergangenen Woche noch etwas im Vordergrund standen, für mich etwas überraschend weitgehend aus dem Fokus geraten sind. Aber, wir wissen ja, politische Börsen haben kurze Beine. Waren Ende letzter Woche noch die unmittelbar bevorstehenden Aktionen der USA und ihrer Partner in Syrien und mögliche Gegenreaktionen Russlands ein Thema gewesen, so wird aktuell an den Märkten den geopolitischen Risiken (Handelskonflikt, Syrien, Iran) wesentlich weniger Beachtung geschenkt – was sich natürlich schnell wieder ändern kann.

Basismetalle werden teurer

Während an den Aktienmärkten nun die Quartalsergebnisse im Fokus stehen, blicken viele Marktteilnehmer auf die in dieser Woche sehr starken Ölpreise. Diese sind nämlich auf den höchsten Stand seit Ende 2014 geklettert. Ebenfalls teurer wurden Basismetalle wie Aluminium (Sechsjahreshoch), Kupfer und Co. Und auch Palladium konnte sich von seiner kürzlichen Schwächephase erholen. Dies wiederum erschreckte die Anleihemärkte etwas. Die Renditen / Marktzinsen der Staatsanleihen weltweit sind im Verlauf der Woche unter anderem in Folge der festeren Rohstoffpreise besonders in den zehnjährigen Laufzeiten deutlich gestiegen. Auch konnte der US-Dollar aufgrund der höheren Renditen auch in den kurzfristigen US-Staatsanleihen seit der Wochenmitte an Wert gewinnen.

Dies alles behagt dem Gold naturgemäß nicht wirklich: Handelte das Edelmetall am Donnerstagmorgen vergangener Woche noch bei 1.351 $/Unze, so fiel es am Freitag, den 13., auf 1.333,50 $/Unze zurück. Nach der kurzen Eskalation um Syrien kletterte Gold Anfang der Woche aufwärts und erreichte mit dem bis dahin eher abschwächenden Kurs des US-Dollar am Mittwochnachmittag sein Wochenhoch bei 1.355 $/Unze. Die steigenden Renditen und der festere US-Dollar bremsten Gold dann in seinem Tatendrang aus. Es setzte auf 1.340 $/Unze heute Morgen zurück und handelt zum aktuellen Zeitpunkt bei 1.342 $/Unze.

Entwicklung von Xetra-Gold

Gegen Euro betrachtet handelt der Goldpreis somit ebenfalls ein kleines Stück leichter. Von 35,15 €/Gramm am vergangenen Donnerstag gab der Preis von Xetra-Gold zunächst bis auf 34,80 €/Gramm am Dienstagmorgen nach. Zum Wochenhoch ging es dann am Donnerstagmorgen aufwärts auf 35,17 €/Gramm – und nach einem erneuten Rücksetzer notiert es aktuell ungefähr bei 35,00 €/Gramm. Also nahezu exakt in der Mitte der wöchentlichen Spanne.

In den nächsten Tagen könnten weiter die Bewegungen an den Märkten für Anleihen und das Auf und Ab des US-Dollar die Richtung für die Goldpreise vorgeben.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein weiteres warmes, frühsommerliches Wochenende.

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