Goldförderung im Wandel: Trends und Zyklen

Aktuelles 20.05.2015

Eigentlich entwickeln sich Gewinnung und Preis des Rohstoffs Gold gegenläufig. Das verwundert nicht weiter: Denn bei sinkendem Goldpreis wird die Produktion zunehmend unwirtschaftlicher. Die Goldförderung war schon immer Zyklen unterworfen. Seit den frühen 1980er Jahren ist innerhalb dieser Zyklen jedoch ein klarer Trend zu immer größeren Fördermengen zu verzeichnen. Ein weiterer bemerkenswerter Trend konnte nach dem Beginn der weltweiten Finanzkrise beobachtet werden: Produktion und Preis bewegen sich seit 2008 in die gleiche Richtung, d.h. trotz steigender Fördermengen steigt auch der Goldpreis.

Nicht nur die jährliche Fördermenge, sondern auch die Herkunft des Goldes hat sich über die letzten 50 Jahre stark verändert: War 1970 Südafrika mit über 1.000 Tonnen gefördertem Gold bei einem weltweiten Gesamtfördervolumen von 1.485 Tonnen noch unangefochtener Spitzenreiter, belegte das Land 2013 mit einer Fördermenge von 145 Tonnen nur noch den 5. Platz – hinter China, Australien, den USA und Russland. China, das 2013 mit 420 Tonnen das meiste Gold produzierte, förderte 1970 gerade mal 1,5 Tonnen des Edelmetalls. Russland, das bereits in den Siebzigern über 200 Tonnen Gold förderte und Ende der 1980er Jahre sogar die 300 Tonnen-Marke durchstieß, drosselte die Produktion später stark und erreichte erst im Zuge der Finanzkrise wieder alte Fördermengen. 2013 waren es 220 Tonnen. Die Goldproduktion in den USA hatte ihren Zenit in den späten 1990ern, wo bis zu 366 Tonnen jährlich gefördert wurden. Im Anschluss pendelte sich die Jahresproduktion auf 220 bis 230 Tonnen ein. Daran änderte auch die Finanzkrise nichts. 2013 wurde mit über 3.000 Tonnen weltweit ein Rekord in der Goldförderung aufgestellt.

Trotzdem brauchen sich Goldanleger keine Sorgen über ein mögliches Überangebot und einen womöglich damit verbundenen Preisverfall zu machen: Seit 2012 wurden keine neuen Goldvorkommen mehr entdeckt – das edle Metall bleibt weiter rar und kostbar.

Arnulf Hinkel
Freier Finanzjournalist

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