Gold wird weiterhin durch das Durcheinander der Politik in den USA gestützt

Marktkommentar Michael Blumenroth – 18.08.2017

Wöchentlicher Marktbericht

Eine durchaus spannende Woche, in der Gold seine Vorwochengewinne konsolidieren und etwas ausbauen konnte. Waren die Märkte am Donnerstag vor einer Woche noch relativ gelassen, so nahmen am Freitag letzter Woche viele Aktienanleger Gewinne mit, da die gegenseitigen verbalen Drohgebärden zwischen US-Präsident Trump und Nordkorea zu eskalieren drohten.

Oft werden Verkäufe von Aktien (-indizes) vor einem Wochenende am Montag wieder rückgängig gemacht, wenn das Wochenende ohne größeren Schaden vorüber gegangen ist. So war es denn auch diesmal. Die Verluste der globalen Aktienmärkte vom Freitag wurden am Montag zu einem Teil wieder wettgemacht. Der Bedarf an sicheren Häfen schien  zu Wochenanfang geringer zu werden. Aber auf Präsident Trump scheint in mancherlei Hinsicht doch „Verlass zu sein“.

Nach seinen umstrittenen Äußerungen zu den Ereignissen in Virginia am Wochenende hatten sich bereits viele Wirtschaftsvertreter von ihm distanziert, so dass Trump sich gezwungen sah, zwei Beratergremien mit Konzernchefs aufzulösen. Am Markt kursierten dann seit Mittwochnachmittag Spekulationen, dass nun auch Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn, der als heißer Kandidat für den Spitzenposten der US-Notenbank (Fed) gehandelt wird, abtreten könnte. Sollte es dazu kommen, könnte es für den Präsidenten laut vorherrschender Marktmeinung sehr schwer werden, seine Steuervorhaben voranzutreiben. Mit anderen Worten, mildes Chaos in der Innenpolitik der USA, was denn auch einige Anleger in die allseits bekannten sicheren Häfen Franken, Yen und Gold trieb.

In US-Dollar gepreist handelte Gold am Donnerstag vergangener Woche bei 1.280 $/Unze. Es stieg am Freitag letzter Woche auf ein zwei-Monats-Hoch von 1.292 US$/Unze. Gab dann aber zum Wochenbeginn bis auf 1.268 US$/Unze am Dienstag nach. Dies passierte, als die Aktienmärkte haussierten und sichere Anlagen aufgelöst wurden. Mit Herrn Trumps Rede im Trump Tower am Dienstag wurden die Karten dann aber neu gemischt. Hilfreich war auch die Veröffentlichung des Protokolls der letzen Sitzung der US-Notenbank. Danach erscheinen weitere Leitzinserhöhungen nun eher unwahrscheinlich. Gold kletterte somit zurück auf 1.290 US$/Unze gestern, sprang gerade beim Schreiben dieser Zeilen auf 1.295 US$/Unze und handelt aktuell mit 1.292 US$/Unze nicht weit davon entfernt. Auch gegen Euro betrachtet handelt das Gold somit etwas fester als beim Schreiben dieser Zeilen in der vergangenen Woche. Von 35,10 €/Gramm am Donnerstag vergangener Woche stieg der Xetra-Gold-Preis zunächst zum Ende letzter Woche bis auf 35,30 €/Gramm. Aufgrund des schwächeren Preises in US-Dollar und eines vorübergehend festeren Euro gab der Xetra-Gold-Preis bis zum Mittwoch auf das Wochentief bei 34,75 €/Gramm nach. Er notiert nun aber wieder fester an seinem Wochenhoch bei 35,35 €/Gramm.

In den kommenden Tagen wird das Hauptaugenmerk auf dem Symposium der US-Notenbank in Jackson Hole liegen. Dort treffen sich am Ende kommender Woche führende Notenbanker. Erwartet werden u.a. Reden von Janet Yellen und Mario Draghi. Marktteilnehmer erhoffen sich hiervon Hinweise auf die Geldpolitik der US-Notenbank und der EZB in den kommenden Monaten.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erholsames Wochenende mit erträglichem Wetter.

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