Gold von steigendem US-Dollar und Renditen in die Zange genommen

Marktkommentar Michael Blumenroth – 18.11.2016

Wöchentlicher Marktbericht

Eine harte Woche für die Freunde des Goldes: Das beherrschende Thema an den Märkten ist natürlich weiterhin die bevorstehende Präsidentschaft von Donald Trump und die Änderungen der Erwartungen der Marktteilnehmer, die damit einhergehen.

Grob gesagt rechnen die Marktakteure nun – wie letzte Woche schon an dieser Stelle berichtet – mit deutlich höheren Staatsausgaben der USA. Im Gespräch sind 1 Bio. US$ innerhalb der nächsten zehn Jahre (1.000.000.000.000 US$, um diese Zahl mal auszuschreiben). Immer vorausgesetzt, dass es in vier Jahren keinen neuen Präsidenten / neue Präsidentin geben wird, und daraufhin diese Maßnahmen wieder zurückgenommen werden.

Nachdem es Mitte der Woche so aussah, als könnten sich die Märkte etwas beruhigen, was den Anstieg der Renditen der Staatsanleihen weltweit und des US-Dollar anbelangt, so gab Janet Yellen diesen Trends gestern wieder neue Nahrung, indem sie darauf hinwies, dass die geplante expansive Fiskalpolitik inflationäre Konsequenzen haben könnte, und dass die nächste Zinserhöhung der Fed wohl unmittelbar bevorsteht. Also am 14. Dezember.

Dies gab sowohl den Renditen der Staatsanleihen als auch dem US-Dollar einen weiteren Schub. Die zehnjährigen US-Staatsanleihen legten seit gestern Mittag elf Basispunkte auf nunmehr 2,34 Prozent zu. Und der US-Dollar-Index DXY stieg auf ein Vierzehnjahreshoch. Dies hatte naturgemäß keine positiven Auswirkungen auf den Goldpreis.

Handelte das Gold am vergangenen Freitagvormittag noch bei 1.260 US$/Unze, so setzte es schon im Verlauf des Tages bis auf 1.220 US$/Unze zurück. Grund hierfür waren die am Freitag stark steigenden Anleiherenditen und der feste US-Dollar. Nachdem das edelste aller Metalle dann vom Montag bis Donnerstagnachmittag zwischen 1.215 und 1.235 US$/Unze zu konsolidieren schien, ging es gestern Nachmittag und heute Nacht nach Janet Yellens Auftritt vor dem US-Kongress ordentlich südwärts. Der Goldpreis fiel bis auf 1.203 US$/Unze und notiert aktuell bei 1.207 US$/Unze weiterhin schwach.

Immerhin, wie schon in der vergangenen Woche wurde für Investoren in der Eurozone der Preisverfall durch den schwächeren Euro etwas abgebremst. Gold gab aber dennoch auch gegen Euro betrachtet mehr als 1,5% nach. Von 37,15 €/Gramm heute Vormittag vor einer Woche purzelte der Preis am selben Tag noch auf das Wochentief bei 36,30 €/Gramm. Nachdem Xetra-Gold dann gestern Abend noch wieder bei 37 €/Gramm gehandelt wurde, handelt es nun nach dem Abwärtsschwung heute Nacht bei 36,60 €/Gramm.

In der kommenden Woche haben die US-Amerikaner nun zumindest am Donnerstag dank des Thanksgiving-Festes mal einen Tag zum Entspannen und Nachdenken. Hält die Rallye des US-Dollar weiter an und klettern die Renditen der US-Treasuries weiter, so könnte es für die Goldpreise einen Angriff auf die Marke von 1.200 US$/Unze geben. Ist dies nicht der Fall, dann könnten sich die Preise kurzfristig erholen, oder zumindest konsolidieren.

Allen Lesern und Leserinnen wünsche ich trotz der schwachen Preisentwicklung der Edelmetalle in  dieser Woche ein schönes, erholsames und entspanntes Wochenende. 

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